04.07.2020 09:00 |

Ski alpin

Doppeltes Jubiläum der Radstädter Legenden

Der 5. Juli verbindet zwei Radstädter Skiaushängeschilder: Hannes Reichelt wird am Sonntag 40 Jahre alt, Josefa „Putzi“ Frandl stolze 90. Der Weltmeister von 2015 feiert daheim im Pongau, die „Silberne“ von Olympia 1956 in ihrer Heimat in den USA. Sogar von einem Beckenbruch im Vorjahr ließ sie sich nicht unterkriegen, spielt schon wieder Tennis.

Der Zufall wollt e es so, dass Josefa „Putzi“ Frandl-Crotty und Hannes Reichelt an einem 5. Juli auf die Welt kamen. Morgen, Sonntag, feiern die Ski-Legenden des SC Radstadt ein besonderes Jubiläum: „Putzi“ wird stolze 90, Reichelt 40. Ein Treffen ist freilich nicht möglich: Reichelt stößt daheim im Pongau an, Frandl in Littleton (USA). Sie ist 1960 nach Amerika ausgewandert.

Mit RTL-Silber bei Olympia 1956 in Cortina ging sie als erste Salzburger Medaillengewinnerin bei Winterspielen in die Geschichte ein. Bei der WM 1958 in Bad Gastein ließ sie Silber (Slalom) und Bronze (Kombination) folgen. „Und hätte es 1957/58 einen Weltcup gegeben, hätte sie den haushoch gewonnen“, erinnert sich Radstadts Skiclub-Obmann German Baueregger zurück. Sie gewann alle große Rennen: Arlberg, Kandahar, Hahnenkamm in Kitzbühel – damals auch bei den Frauen im Programm.

Der Kontakt riss nie ab
1960 zog es die gelernte Schneiderin zuerst nach Kalifornien, dann nach Aspen, wo sie Patrick Crotty Skiunterricht gab – und ihn 1966 heiratete. Das Paar zog drei Kinder groß.

„Der Kontakt mit der Heimat ist nie abgerissen“, erinnert sich Baueregger. Der mit seiner Frau Renate Frandls Sohn Patrick sechs Jahre in Radstadt beherbergte. Der hatte einen Job bei Atomic bekommen – womit der legendäre Gründer Alois Rohrmoser ein Versprechen an Frandl einlöste.

Nach Beckenbruch wieder auf dem Tennisplatz

Reichelt war erstmals 1998 bei Frandl auf Besuch, seit seiner Weltcup-Zeit (2003) kommt er regelmäßig bei ihr bei den Rennen in Beaver Creek vorbei. Coronabedingt wackelt das Treffen heuer. Frandl, die 2010 letztmals bei der 100-Jahr-Feier ihres Heimatskiklubs in Radstadt war, freut sich bester Gesundheit. „Sie hat sogar einen Beckenbruch im Vorjahr gut überstanden, spielt wieder Tennis“, weiß Baueregger. Immerhin gab sie bis 86 sogar regelmäßig Ski-Unterricht.

Herbert Struber
Herbert Struber
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