23.06.2020 15:22 |

Formel 1 in Steiermark

Über 10.000 Corona-Tests bei Spielberg-Grand-Prix

Für Eurofins Genomics hat die Intensivphase der Formel-1-Grands-Prix in Spielberg diese Woche begonnen. Das Biotech-Unternehmen führt beim WM-Auftakt am 5. und 12. Juli in der Steiermark die Covid-19-Tests durch und hat am heutigen Dienstag die ersten zwei Teststationen am Ringgelände eröffnet. 10.000 bis 12.000 Tests werden rund um die beiden Formel-1-Rennen durchgeführt.

Die Formel 1 startet die WM-Saison aufgrund der Corona-Pandemie mit vier Monaten Verspätung und unter strengen Hygienevorschriften. Umfassende Tests sind ein essenzieller Teil davon. „Alle, die am Ring arbeiten - das sind in Summe 3.000 Leute, die sich in der roten Zone bewegen - dürfen ihren Arbeitsbereich nur mit einem negativen Covid-19-Bescheid betreten, der nicht älter als vier Tage ist. Lokale Leute werden am Ringgelände getestet“, sagte Siegfried Schnabl, Geschäftsführer Eurofins Genomics Österreich und Osteuropa und verantwortlich für Spielberg, im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Ab nächsten Montag wird daher Kapazität erhöht, dann sind 20 Teststationen am Ringgelände in Betrieb. „Wir sind in Summe mit ca. 50 Leuten vertreten, die den ganzen Formel-1 und FIA-Tross routinemäßig abstreichen (Proben nehmen). Alle fünf Tage muss sich jeder testen lassen“, erzählte Schnabl.

Zwei Mal täglich Transporte nach München
Das Logistik-Konzept sieht vor, dass die Proben zweimal täglich vom Ringgelände in das Labor in Ebersberg 30 km östlich von München transportiert werden. Dort wird sieben Tage die Woche 24 Stunden ausgewertet, was eine Kapazität von 25.000 Tests pro Tag ergibt. Innerhalb von 16 bis 24 Stunden nach der Probenentnahme stehen die Resultate fest.

Entnommen werden die Proben mittels Abstrich aus der Nase. Durchgeführt werden die Tests in Kojen von zwei Mitarbeitern in Schutzausrüstung (steriler Umhang, Brille, Handschuhe), einem medizinisch geschulten Abstreicher und einem Assistenten, der für das Einscannen und Verwalten der Proben zuständig ist. „Die zu testenden Personen kommen zu den Ständen, werden mit Barcode erfasst, der Barcode wird den Personen zugeordnet und in das Datenbanksystem eingespielt“, beschrieb Schnabl den Vorgang.

Dies sei „verwechslungssicher und absolut anonymisiert“, betonte er. „Wir haben nur den Barcode und die Nummer und wissen nicht, welche Person dahinter steht. Wir sind die Dienstleister, arbeiten mit dem Hygienemanager zusammen, der bekommt die Infos“, erklärte Schnabl. Sollte ein positiver Test auftauchen, würde erst das Büro des Hygienemanagers nachvollziehen können, um wen es sich bei der infizierten Person handelt. 

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