15.06.2020 12:00 |

„Speed Hiking“

Der Krise im Tourismus buchstäblich davonlaufen

Imst Tourismus verzeichnet im Unterschied zu anderen Tiroler Verbänden rund zwei Drittel der Nächtigungen im Sommer. Nach unsicherer Planung und versäumten zwei Monaten sollte es nun buchstäblich steil bergauf gehen – nicht zuletzt mit der Eröffnung des ersten Speed Hiking Parks in Österreich am 19. Juni.

Die abrupt abgebrochene Wintersaison war für den „kleinen, aber feinen“ Tourismusverband Imst mit dem Kleinskigebiet Hochimst nicht besonders schmerzlich. Imst Tourismus ist nämlich gemeinsam mit Reutte jener Verband in Tirol, dessen Wertschöpfung zum überwiegenden Teil (66%) im Sommer generiert wird. „Wir hätten heuer so viele Events wie noch nie anzubieten gehabt“, sagt TVB-GF Thomas Köhle, „die Absagen haben vieles zunichte gemacht. Wir haben praktisch zwei Monate verloren.“ Doch seit Bekanntgabe der Grenzöffnung mit 15. Juni schrillen wieder die Telefone. Die Buchungslage ab 20. Juni sei mittlerweile überraschend gut.

Vorreiter im neuen Trend
Die „goldene“ Idee zum Zünden des Turbos habe sich Köhle in Südtirol geholt. „Speed Hiking heißt die Trendsportart und ist eine neue Art des Bergsteigens“, weiß Andrea Huter von Imst Tourismus, „man kombiniert die athletische Bewegung mit dem sportlichen Bergerlebnis. Es geht hier nicht um eine Bestzeit, sondern um den individuellen Fitnessgedanken. Wir sind hier Gott sei Dank Trendsetter.“ Bei einem Trend der erste sein – dieser begehrte Schachzug könnte den Imster Touristikern gelungen sein. Die Web-Domaine www.speed-hiking.at hat man sich bereits gesichert und der erste Speed Hiking Park Österreichs wird mit drei unterschiedlich schweren „Hikes“ (Routen) mit Start im Imster Stadtzentrum am 19. Juni eröffnet.

Strampeln, um Versäumtes nachzuholen
Mit der wörtlich passenden Kampagne der Tirolwerbung „Es geht Bergauf“ als Grundschub setzt man in Imst aber auch weiterhin auf das Pferd, das früher Drahtesel genannt wurde. Und das „E“ davor spiele immer eine größere Rolle. Im Bestreben, das Image einer Rad-Destination weiter auszubauen, nahm man für die Pedale erneut viel Geld in die Hand und eröffnete die Gurgltal-, die Almen- und die Tschirgantrunde neu. Eine erste Orientierung, wie die Corona-Sommersaison anläuft, wird man auch in Imst Ende Juni haben. Und die Touristiker werden sehen, ob sie auf das richtige Pferd gesetzt haben. Optimismus sei jedenfalls angesagt. 

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