Flucht vor Kontrolle

Verfolgungsjagd endet nach 60 Kilometern mit Crash

Zum vierten Mal hat es in der Nacht auf Donnerstag einen „Aktion scharf“ gegen Raser in Oberösterreich gegeben. Den Vogel schoss dabei ein arbeitsloser 18-jähriger Rumäne ab, der sich mit fünf Polizeistreifen eine 60 Kilometer weite Verfolgungsjagd lieferte, die erst in Schlögen mit einem Unfall endete.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde eine Schwerpunktaktion der Polizei im Großraum Linz Land durchgeführt. Auch bei dieser Aktion wurde das Hauptaugenmerk auf die Überschreitung der gültigen Tempolimits sowie die Mißachtung von Lärm- und Drogenbestimmungen gelegt.

Ohne Führerschein, ohne Zulassung
Für Aufsehen sorgte dabei ein 18-jähriger, arbeitsloser rumänischer Staatsangehöriger aus Linz. Dieser war ohne Lenkberechtigung mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen BMW auf der B1 unterwegs. Nachdem er die Anhaltung einer Zivilstreife mit weit überhöhter Geschwindigkeit missachtete, lieferte er sich eine lange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Diese ging durch vier Bezirke über eine Distanz von ca. 60 Kilometern bis kurz nach der Donauschlinge in Schlögen, im Bezirk Schärding.

Gegen Steinwand geprallt
Hier verlor der Lenker schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Steinwand. Bei dem Unfall wurde er und seine beiden 20-jährigen rumänischen Mitfahrer aus Linz leicht verletzt. Bei dieser Flucht setzte der Lenker unzählige schwere Verkehrsübertretungen. Beispielsweise das Überfahren sämtlicher Ampeln auf der B1 und der B139 mit weit überhöhter Geschwindigkeit oder das Überholen bei Gegenverkehr mit massiver Gefährdung der anderen Straßenbenützer.

Zwölf Zivilstreifen
Insgesamt waren bei der Schwerpunktaktion zwölf Zivilstreifen der Polizei, fünf Strafreferentinnen der BH Linz Land,zwei Sachverständige der Abteilung Verkehr sowie eine Drogenärztin im Einsatz. 40 Strafverfügungen wegen Verkehrsübertretungen wurden erlassen. Darunter auch eine Kennzeichenabnahme. Ebenfalls wurden drei Fahrzeuglenker ermittelt, die Ihr Fahrzeug unter Einfluss von Drogen lenkten. Alle Einsatzkräfte waren auch an diesem Einsatztag ausreichend beschäftigt. Insgesamt wurden 305 Verkehrsübertretungen geahndet. Alleine 224 Anzeigen erfolgten wegen überhöhter Geschwindigkeit.

Bereits vierte Schwerpunktaktion
Dies war bereits die vierte Schwerpunktaktion innerhalb von drei Wochen, bei welcher Polizei, Bezirksverwaltungsbehörden und Sachverständige des Landes gemeinsam vorgingen. „Wir kämpfen gemeinsam und sprichwörtlich mit Vollgas gegen die zunehmenden Entwicklungen im Bereich von Raserei, illegalen Straßenrennen und Rowdytum. Jeder neue Einsatz zeigt auf erschreckende Art und Weise erneut, wie respektlos und fahrlässig einzelne Verkehrsteilnehmer unterwegs sind“, so Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.

„Geht nicht gegen Hobbybastler“
Steinkellner unterstreicht: „Es geht dabei nicht darum Hobbybastler oder passionierte Schrauber zu bestrafen die lediglich Verschönerungsaktionen am eigenen Auto vornehmen und sich an die Regeln halten. Vielmehr sollen die schwarzen Schafe, welche die Verkehrssicherheit massiv gefährden und sich absolut respektlos gegenüber den gültigen Gesetzmäßigkeiten verhalten, herausgepickt werden. Diese Gruppen gefährden die Gesundheit und das Leben unschuldiger Verkehrsteilnehmer“

 OÖ-Krone
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Mittwoch, 27. Oktober 2021
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