10.06.2020 07:26 |

Um 36 Millionen Euro

„Facelift“ zum Jubiläum des Ferdinandeums

Im Jahr 2023 feiert das Landesmuseum Ferdinandeum sein 200-jähriges Jubiläum. Dies wird zum Anlass genommen, um durch Um- und Ausbaumaßnahmen die Attraktivität zu steigern und einen zeitgemäßen Museumsbetrieb zu garantieren. Die vom Land getragenen Gesamtkosten sind mit 36 Millionen Euro budgetiert.

Landeshauptmann Günther Platter betonte am Dienstag, dass der Beschluss der Landesregierung über die finanzielle Übernahme des Mammutprojekts „Rundumerneuerung Ferdinandeum“ freigegeben wurde. Nun soll das europaweite Vergabeverfahren so rasch wie möglich abgewickelt werden. Dadurch, so hoffen die Verantwortlichen, soll bereits kommendes Frühjahr das Siegerprojekt feststehen.

36 Millionen Euro werden investiert
Für die Planungsleistungen stellt das Land eine Million Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten der umfassenden Um- und Ausbaumaßnahmen sind mit 36 Millionen Euro budgetiert. Für den Tiroler Landeshauptmann geht es bei der Institution Ferdinandeum auch um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Diese Aspekte sollen auch ab 2023, wenn es in neuem Glanz erstrahlt, sichtbar sein. „Diese Baumaßnahme ist nach Covid-19 auch konjunkturfördernd, was für die kommenden zwei Jahre eine Bedeutung haben wird“, meint Platter abschließend.

Von 2001 bis 2003 erfolgte der letzte große Innenumbau des Ferdinandeums, der bis heute vielfach polarisiert.

Veranstaltungssaal für 200 Gäste
Landesrat Johannes Tratter, der zuständige Hochbaureferent des Landes, gab am Dienstag den groben Fahrplan für die geplanten baulichen Tätigkeiten folgendermaßen an: „Neben der Erneuerung der gesamten technischen Ausstattung und der Dachkonstruktion wird der Eingangs-, Kassa-, Shop- und Café-Bereich neu gestaltet. Dazu wird ein barrierefreier Zugang zum Museum geschaffen. Außerdem werden ein 250 Personen fassender Veranstaltungssaal sowie eine kulturell nutzbare Terrasse werden errichtet“.

Die historische Bausubstanz des Ferdinandeums wird gemeinsam mit dem Denkmalamt renoviert. Sie stellt eines der repräsentativsten und qualitätvollsten Museen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts außerhalb von Wien dar. Das Gebäude befindet sich im Eigentum des Vereins Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, der auch als Bauherr fungiert. Für dessen Obfrau Barbara Psenner ist es ein großes Anliegen, dass die bestehenden Mängel für einen zeitgemäßen Betrieb behoben werden.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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