Im Uni-Klinikum:

Erstmals sondenloser Herzschrittmacher eingesetzt

Die neueste Generation eines Herzschrittmachers, der nur so groß ist wie Vitaminpille, wurde im Linzer KUK eingesetzt. Den „Premieren-Schrittmacher“ erhielt ein 88-jähriger Patient. Der Eingriff, der etwa 30 Minuten dauerte und unter leichter Sedierung durchgeführt wurde, verlief erfolgreich. Lediglich eine wenige Millimeter große Punktionsstelle in der rechten Leiste zeugt von der Implantation.

Durch eine technologische Miniaturisierung wurden „sondenlose Herzschrittmacher“ entwickelt, die alle Bauteile eines Schrittmachers in einer Kapsel von der Größe einer Vitamintablette vereinen. Diese Geräte können viele Komplikationen der herkömmlichen Schrittmacher verhindern. Durch ihre Kleinheit können sie mittels eines Herzkatheters direkt in das Herz vorgebracht und dort mittels kleiner Häkchen befestigt werden. Die weltweit erste Implantation des derzeit einzigen sondenlosen Schrittmachers wurde im Dezember 2013 von Prim. Priv.-Doz. Dr. Clemens Steinwender, Vorstand der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin an der Klinik für Kardiologie des Kepler Universitätsklinikums, durchgeführt.

Europaweit erste Implantation
Nun führte Prim. Steinwender auch die europaweit erste Implantation der zweiten Generation dieses sondenlosen Herzschrittmachers durch. Diese Weiterentwicklung, bei der die Klinik für Kardiologie des Kepler Universitätsklinikums maßgeblich beteiligt war, ermöglicht nun den Einsatz von sondenlosen Schrittmachern bei deutlich mehr Patientinnen und Patienten.

Minimal-invasive Operationsmethode
Sondenlose Schrittmacher eignen sich neben ihren anderen Vorteilen besonders für ältere Menschen, da sie minimal-invasiv, das heißt schonend ohne Schnitt und Naht sowie lediglich unter leichter Sedierung implantiert werden können.

Neueste Technologie
„Mit der zweiten Generation können wir unseren Patientinnen und Patienten nun die neueste Technologie im Bereich der sondenlosen Herzschrittmacher anbieten. Deren Vorteile wurde in zahlreichen Studien, an denen wir mitgewirkt haben, nachgewiesen,“ sagt Prim. Priv.-Doz. Dr. Clemens Steinwender, Vorstand der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin.

Patient ist heilfroh
„Mich freut es sehr, dass sich das behandelnde Team so gewissenhaft Gedanken über die beste Behandlungsmöglichkeit für mich gemacht hat. Der Eingriff ist sehr gut und wenig belastend verlaufen,“ ist der Patient heilfroh, so das KUK in einer Aussendung.

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