20.05.2020 08:00 |

340 Kilometer

Im Renntempo um Kärntens Badeseen

Ein Fahrrad ist ideal, um ein Land kennen zu lernen. Dabei ist es egal, ob man im Sattel eines E-Bikes oder Rennrads sitzt. Und Kärnten erlebt man wohl nirgendwo schöner, als entlang der 340 Kilometer langen großen Kärntner Seen-Schleife.

Gleich vorweg: Keine Angst, die große Kärntner Seen-Schleife ist keine neue Etappe der Österreichrundfahrt, sondern eine wunderbare Genussradtour, welche die großen, herrlichen Badeseen Kärntens miteinander verbindet.

„Es ist die Radtour, die unser Land von seiner schönsten Seite präsentiert“, ist Ex-Radprofi Paco Wrolich überzeugt und prompt animierte er die „BergKrone“ zu einer Testfahrt.

Zur Strecke: Die Genussradtour führt von Villach rund um den Ossiacher See, durchs Gegendtal vorbei an Afritzer See und Feldsee weiter entlang des Nordufers des Millstätter Sees nach Spittal. Von hier verläuft die Route durchs Drautal nach Stockenboi und zum Ostufer des Weißensees, der jedoch mit dem Linienschiff überquert wird. Über den Kreuzbergpass erreicht man das Gitschtal, Hermagor und den Pressegger See. Vorbei am Dobratsch geht es um den Faaker See und entlang des Wörthersee-Nordufers nach Klagenfurt. Weiter über Grafenstein und einmal rund um den Klopeiner See sowie dem Draufluss folgend durch das schöne Rosental wieder zurück nach Villach.

Das sind stolze 340 Kilometer, die jedoch auf sieben Etappen aufgeteilt sind. Erlebbar in vier Tagen, besser in einer Woche, aber auch in einem Tag schaffbar. Dann ist jedoch eine gehörige Portion Ausdauer, Beinkraft und wohl auch Sitzleder vorausgesetzt.

Paco: „Der Startpunkt muss dabei nicht unbedingt Villach sein, man kann überall entlang der Strecke starten.“

Klingt gut. Wir wählten Klagenfurt dafür. „Dein Mountainbike kannst du zu Hause lassen, du probierst einmal ein Rennrad aus“, so Paco zur mir. Nachsatz: „Du wirst begeistert sein!“

Es ist mein Erstkontakt mit so einer Rennmaschine, während Rennräder für Ex-Profi Paco quasi Alltag sind.

Kaum sind Details wie Pedale geklärt, geht es schon los Richtung Wörthersee. Paco nimmt Rücksicht, gibt mir Tipps zum Schalten, zur richtigen Gangwahl und mit einem für mich aberwitzigen Rad-Tempo jenseits der 30 km/h brettern wir Richtung Faaker See.

Die Landschaft zieht an uns vorbei und so manches bisher Unentdeckte wird plötzlich sichtbar. Jetzt verstehe ich, warum viele Rennradfahren so faszinierend finden.

Mir, besser gesagt meinem Hinterteil reichen die ersten 100 Kilometer, also ein Drittel der Kärntner Seen-Schleife für’s erste Mal. Danke, Paco. Radfahren in Kärnten macht jedoch wirklich Lust auf mehr.
https://www.kaernten.at/seenschleife/

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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