14.05.2020 06:55 |

Erstmals in Geschichte

UNO-Vollversammlung droht heuer auszufallen

Ausgerechnet 75 Jahre nach Gründung der UNO wird das alljährliche Treffen von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in New York voraussichtlich ausfallen. Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, dass eine Zusammenkunft aufgrund der Corona-Pandemie „wenig wahrscheinlich“ sei. Es wäre der erste Ausfall in der Geschichte der Vereinten Nationen.

Im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen kommen jährlich im September alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen zusammen. Angesichts der Corona-Pandemie erklärte UN-Generalsekretär Guterres am Donnerstag, dass er das Treffen in diesem Jahr für „wenig wahrscheinlich“ halte.

Guterres will auf „digitalen Technologie“ setzen
Derzeit würden verschiedene digitale Möglichkeiten geprüft, damit die Staatenlenker dennoch miteinander konferieren könnten, sagte Guterres. Botschafter bei den Vereinten Nationen gehen indessen davon aus, dass es auf eine Videokonferenz hinauslaufen wird. Die Arbeit der UNO ist durch die Pandemie bereits seit Mitte März stark eingeschränkt. Die Beamten der Weltorganisation arbeiten von zu Hause aus, auch die Diplomaten bleiben dem UN-Hauptquartier am New Yorker East River fern. Die Sitzungen der Vollversammlung und des Sicherheitsrats finden per Videoschaltung statt.

Erstmaliger Ausfall
Die Zusammenkunft von Staats- und Regierungschefs sowie Außenministern aus allen Mitgliedsstaaten wurde seit Gründung der Vereinten Nationen am 24. Oktober 1945 noch nie komplett gestrichen. Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 in New York und auf das Pentagon bei Washington wurde das größte Gipfeltreffen der Weltpolitik lediglich um knapp zwei Monate auf den November verschoben. 1964 wurde das Treffen unter anderem wegen finanzieller Probleme der UNO auf den Dezember verlegt und zudem im Umfang reduziert.

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Donnerstag, 28. Mai 2020
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