27.04.2020 19:55 |

Düstere Prognosen

EU-weit bis zu zehn Prozent Wirtschaftseinbruch

Die EU-Kommission erwartet für die gesamte Union aufgrund der Corona-Krise einen Wirtschaftseinbruch um fünf bis zehn Prozent. Genauere Zahlen würden Anfang Mai vorgestellt, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis (EVP) am Montag dem Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments.

Die Anzeichen für eine veritable Wirtschaftskrise verdichten sich zunehmend. Harte Daten zum Arbeitsmarkt fehlten laut Dombrovskis zwar noch, einige Beispiele könne er aber schon nennen. So habe etwa Österreich 900.000 Menschen in Kurzarbeit und 560.000 Arbeitslose, was sich auf 35 Prozent der Beschäftigten summiere. In Frankreich seien 9,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Es handele sich um beispiellose Zahlen.

Ausmaß der Krise zeichnet sich ab
Für Deutschland geht die Große Koalition nach einem Medienbericht von einem Wachstumsrückgang ähnlicher Größenordnung aus: Das Bruttoinlandsprodukt könnte 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Montag unter Berufung auf Zahlen, die am Mittwoch vorgestellt werden sollen. In Summe dürfte es auf einen Einbruch der Wirtschaft von fünf bis zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinauslaufen.

Verhandlungen um Wiederaufbaufonds
Dombrovskis bekräftigte, dass auf EU-Ebene nicht nur kurzfristige Gegenmaßnahmen getroffen worden seien. Die EU-Kommission arbeite auch am Wiederaufbaufonds, den die Staats- und Regierungschefs vorige Woche grundsätzlich vereinbart hatten. Neue Details gab er aber nicht preis. Der Vorschlag der Kommission soll bis Mitte Mai vorliegen.

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