30.03.2020 20:35 |

Generalsekretär klagt

ÖOC: „Spitzenathleten sollten trainieren dürfen“

Das Österreichische Olympische Komitee hat wegen der Verschiebung der Sommerspiele in Tokio ins Jahr 2021 kaum finanzielle Einbußen zu befürchten. „Für uns hält sich der Schaden in Grenzen“, sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel am Montag im TV-Sender ORF Sport +.

Man werde mit Partner AUA verhandeln, um die Flugtickets zu übertragen und das werde auch mit dem Organisationskomitee wegen der angezahlten Zimmer klappen, erklärte Mennel. Auf den Veranstalter der Sommerspiele werden hingegen laut Mennel Mehrkosten von rund zwei Milliarden zukommen. „Da wird sich mit Sicherheit auch das IOC beteiligen müssen“, meinte Mennel, „denn es ist im Interesse des IOC und der Athleten weltweit, dass diese Spiele durchgeführt werden.“

Dem Vorarlberger ist es wichtig, dass Spitzensportler in Österreich ihre Trainingsanlagen möglichst bald und unter Wahrung der Schutzmaßnahmen wieder nutzen können. Das ÖOC befinde sich diesbezüglich in Gesprächen mit dem Sportministerium. Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger in der Südstadt, Mehrkämpferin Verena Preiner in der Linzer Leichtathletikhalle, Ruderin Magdalena Lobnig oder Golfer Bernd Wiesberger etwa könnten alleine trainieren, ohne andere zu gefährden, sagte Mennel.

„Das ist unser großes Anliegen, mit dem Ministerium in Kontakt zu bleiben, um in absehbarer Zeit diese Möglichkeiten zu erreichen. Denn was ein Athlet in wenigen Wochen verliert, kann er in vielen Monaten nicht mehr aufholen. Die Zeit nach Corona wird es geben. Wir sollten diesen Spitzenathleten, die Österreich hat, unter Wahrung der Rahmenbedingungen, auch mit Maske meinetwegen, die Möglichkeit geben, zu trainieren.“

krone Sport
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