26.03.2020 20:34 |

Aktuelle Entwicklungen

Corona: Wieder viele Steirer positiv getestet

Das Coronavirus hat die Steiermark weiter im Griff: Am Donnerstag gab es 116 Neu-Infizierte. Erstmals tagte die Landesregierung heute per Videokonferenz. Die Bühnen Graz mussten für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden. Auch die VinziWerke in Graz spüren die Auswirkungen des Virus. Und bei der steirischen Wirtschaftskammer plädiert man, auch online auf steirische Angebote zurückzugreifen.

20 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten ist am Donnerstag in der Steiermark noch einmal stark angestiegen: Laut Gesundheitsministerium wurden bis 20 Uhr exakt 743 Steirerinnen und Steirer positiv getestet - das ist ein Anstieg von 116 Personen im Vergleich zum Mittwoch (627). 151 Patienten befinden sich aktuell im Krankenhaus, 19 auf der Intensivstation.

Am meisten Fälle gibt es weiter in der Landeshauptstadt Graz (174) - knapp dahinter folgt dann aber schon Hartberg-Fürstenfeld (145), der Bezirk mit etwas über 90.000 Einwohner entwickelt sich so immer mehr zu einem wahren Corona-Hotspot. 

17.45 Uhr: Nach zwei Coronavirus-Fällen unter den Mitarbeitern bleibt die Gynäkologie im Krankenhaus Oberwart zwei Wochen gesperrt. In dieser Zeit sind keine Geburten möglich. Für werdende Eltern wird deshalb ein Info-Telefon eingerichtet. Die Patienten müssen für die Dauer der Sperre für Geburten und dringende gynäkologische Behandlungen auf Krankenhäuser in der Steiermark oder im Mittel- und Nordburgenland ausweichen.

16.15 Uhr: Neue App fürs Pöllauer Tal -Auf Initiative der Privatstiftung Sparkasse Pöllau wurde eine Notfall-Informationsplattform für die Bewohner des Pöllauer Tales ins Leben gerufen. „Aus der bereits in Aufbau stehenden PöllauerTal APP, wurde kurzerhand unter Mithilfe der Firma Jolioo für die Corona-Krise eine Informationsplattform für unsere Mitmenschen gebaut“, so Johannes Kielnhofer, Vorsitzender der Privatstiftung Sparkasse Pöllau. Die Gemeinden und die Feuerwehr können durch diese Plattform mit wenigen Klicks eine neue Nachricht erstellen, die dann automatisch auf allen Kanälen wie SMS, E-Mail, Facebook, der App und der Homepage automatisch angezeigt wird.

16.10 Uhr: Kurzarbeit in Maschinenfabrik Liezen - Die obersteirische Maschinenfabrik Liezen und Gießerei GmbH (MFL) wird angesichts der Coronavirus-Situation ab 1. April für drei Monate Kurzarbeit für die rund 700 Mitarbeiter einführen, wie es am Donnerstag hieß. Man tue das, so Geschäftsführer Herbert Decker wegen „unterbrochener Warenströme und des global stark verlangsamten Wirtschaftsgeschehens“, was Auftragsrückgänge auslöse. Mit der Maßnahme sollen die Jobs erhalten bleiben. Die Maßnahme ziele darauf ab, dass der Betrieb unmittelbar nach der Coronavirus-Krise wieder voll aufgenommen werden könne. Konkret wurde für die gesamte Belegschaft mit 1. April Kurzarbeit angemeldet - vorerst für die Dauer von drei Monaten. Das tatsächliche Ausmaß der Kurzarbeit werde auf Basis der tatsächlichen Produktionsauslastung festgelegt werden, sagte Decker.

15.45 Uhr: Weitere Unterstützungen für die Freie Kulturszene hat das Land Steiermark heute beschlossen. Die mehrjährigen Förderungsverträge von Kunst- und Kulturinitiativen werden um ein Jahr verlängert. Zudem werden sie um zwei Prozent wertangepasst, damit die meist kleinen Veranstalter so die finanziellen Ausfälle durch Corona-bedingte Absagen abfedern zu können.

Kulturlandesrat Christopher Drexler erklärt: „Im Bewusstsein, dass Kunst- und Kulturschaffende ob der aktuellen Lage mit ganz besonderen Problemen und Herausforderungen konfrontiert sind, bin ich über diese Maßnahmen hinaus mit den Verantwortlichen auf Bundesebene weiterhin in enger Abstimmung, um gemeinsam Pakete zu schnüren, mit denen wir einen nachhaltigen Schaden für die Kunst- und Kulturszene in der Steiermark so gut es geht eindämmen wollen.“

15.30 Uhr: Auch vor König Fußball macht Corona bekannterweise nicht Halt. Nun hat auch die Belegschaft von Sturm Graz einstimmig der Kurzarbeit zugestimmt. Rund 80 Vereinsmitarbeiter, darunter Spieler und Trainer, wurden gesammelt zur Kurzarbeit angemeldet.

„Im gesamten Verein keine einzige Absage erhalten zu haben, ist ein wunderschönes Zeichen des Zusammenhalts und sicherlich keine Selbstverständlichkeit“, freute sich Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl. Präsident Christian Jauk betonte die Einigkeit der „Sturmfamilie“ und ergänzte: „Das Corona-Kurzarbeits-Modell erhöht die Wahrscheinlichkeit, gut durch diese Krise zu kommen deutlich.“

15.00 Uhr: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation in der Steiermark wurde heute erstmals eine Regierungssitzung der Steiermärkischen Landesregierung per Videokonferenz abgehalten. Unter der Leitung von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer stimmten sich die Mitglieder der Landesregierung über aktuelle Themen ab. Außerdem informierte der Landeshauptmann alle Klubobleute der im Landtag Steiermark vertretenen Parteien ebenfalls via Videokonferenz über die aktuelle Situation in der Steiermark.

„Neue Situationen erfordern neue Maßnahmen. Das ist auch der Grund, warum heute erstmals in der Geschichte eine Regierungssitzung per Videokonferenz abgehalten wurde. Es ist nun von besonders großer Bedeutung, dass wir zum Wohle der Steirerinnen und Steirer über Parteigrenzen hinweg gut zusammenarbeiten und wir auch auf dieser Ebene Zusammenhalt zeigen“, so LH Hermann Schützenhöfer und LH-Stv. Anton Lang.

14.30 Uhr: Etwas hölzern läuft in vielen Familien derzeit der Heimunterricht noch. Doch proHolz Steiermark will da nun helfen: „Auf unserer Webseite finden sie kostenlose Unterrichtsmaterialien in analoger und digitaler Form - darunter zahlreiche Übungen, Lernspiele und Experimente, die zum Großteil in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark entwickelt wurden. Mit diesen können Kinder und Jugendliche Wald, Holz, Papier und Klimaschutz auf spielerische Art verstehen lernen“, erklärt Geschäftsführerin Doris Stiksl. Die Materialien finden Sie hier.

13.55 Uhr: Auch die VinziWerke spüren die Auswirkugen der Coronakrise - Die Notschlafstellen VinziNest und VinziSchutz, die normalerweise nur in der Nacht Zuflucht bieten, haben seit der Ausgangsbeschränkung durchgehend geöffnet, damit kein obdachloser Mensch derzeit auf der Straße sein muss. Während auf der einen Seite die Hilfsbereitschaft zugenommen hat, haben die Spenden in den VinziWerken abgenommen. Viele Firmen kämpfen ums Überleben und auch private Spender*innen müssen teilweise ihre regelmäßigen Spenden einstellen, da sie von der Krise persönlich betroffen sind. „Wir sind mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert, die unsere Gesellschaft auch noch länger beschäftigen wird. Wir dürfen unsere Mitmenschen nicht im Stich lassen“, so VinziWerke-Gründer Pfarrer Wolfgang Pucher. Spenden an: IBAN: AT34 2081 5022 0040 6888, BIC: STSPAT2G

13.50 Uhr: Auch online kann man steirisch einkaufen: 1600 heimische Unternehmen sind bis dato dem Aufruf der Wirtschaftkammer gefolgt und haben ihren Onlineshop gemeldet „Viele Geschäfte müssen aufgrund der Corona-Maßnahmen derzeit geschlossen bleiben. Das heißt aber nicht, dass deren Waren nicht bestellbar wären“, so WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Um den Steirerinnen und Steirern das breite Angebot auf einen Blick sichtbar zu machen, hat die Wirtschaftskammer die eine eigene Plattform ins Leben gerufen.

13.40 Uhr: Über 23.000 Studierende wollen helfen - Eine Vielzahl an Initiativen im Kampf gegen COVID-19 hat sich in den letzten Tagen via Social Media erfolgreich aufgestellt und verbreitet. So auch die Gruppe „Medizinstudierende im Kampf gegen COVID-19“. Was erst vor einigen Tagen als Facebook Gruppe begonnen hat, ist heute eine Plattform mit aktuell über 23.000 Studierenden verschiedener Fachrichtungen aus Österreich und Deutschland.

13.20 Uhr: In China haben die durch die Corona-Krise bedingten Einschränkungen in Produktion und Mobilität laut Analysen des finnischen Center for Research on Energy and Clean Air zu einer deutlichen Verringerung von schädlichen Emissionen in der Luft geführt: Die Treibhausgasemissionen gingen im Februar 2020 kurzfristig um mehr als 25 Prozent zurück. Steininger vom Wegener Center for Climate and Global Change an der Uni Graz betonte in einer Mitteilung am Mittwoch, dass solche kurzfristigen Einsparungen keine Auswirkungen auf die globale Erwärmung haben. „Um tatsächlich eine Trendwende zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen weltweit und vor allem dauerhaft gesenkt werden“, erklärte der Grazer Experte. Die neue Situation berge aber dennoch eine Chance.

13.00 Uhr: Auch die Mitarbeiter der Bühnen Graz sind nun auf Kurzarbeit. Die Kulturinstitutionen - große wie kleine - sind durch das Veranstaltungsverbot besonders schwer von der Coronakrise betroffen. Den Bühnen Graz, dazu gehören Oper, Schauspielhaus, Next Liberty, Spielstätten und art + event Theaterservice, droht ein Minus von bis zu drei Millionen Euro. Um einer finanziellen Schieflage in allen Häusern entgegenzuwirken, wird nun die Möglichkeit der Corona-Kurzarbeit ergriffen. Für die kommenden drei Monate April, Mai und Juni wurden 580 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu angemeldet. „Kündigungen gibt es derzeit keine. Es ist unser Bestreben, gemeinsam durch diese Krise zu kommen.“, so Bernhard Rinner, Chef der Bühnen Graz.

11.45 Uhr: Die Forschung auf dem Gebiet von Hochrisikopathogenen wie dem SARS-CoV-2-Erreger erfordert strengste Sicherheitsvorkehrungen. Die Med-Uni Graz verfügt über ein österreichweit einzigartiges Speziallabor für den Umgang mit hochinfektiösem Material. Die Nachfrage von Forschergruppen sei enorm, berichtete Kurt Zatloukal vom Diagnostik- und Forschungszentrum für molekulare Biomedizin.

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