25.03.2020 00:42 |

Anstieg um 2000 Punkte

Dow Jones mit stärkstem Handelstag seit 1933

Die US-Börsen haben am Dienstag mit historischen Kursgewinnen geschlossen. Der Dow Jones stieg um 11,37 Prozent auf 20.704,91 Punkte. Damit verzeichnete der Aktienindex prozentuell betrachtet den stärksten Handelstag seit 1933. Außerdem stieg der Index erstmals an einem Tag um über 2000 Punkte und verbuchte damit in Punkten gerechnet den größten Gewinn seiner Geschichte. Angetrieben wurden die US-Börsen von der Hoffnung auf ein umfangreiches Hilfspaket im Kampf gegen die Corona-Krise. Seit Jahresbeginn liegt der Dow Jones dennoch knapp 27,5 Prozent im Minus. Die Corona-Krise und deren wirtschaftliche Auswirkungen haben den Aktienmärkten in den vergangenen Wochen massiv zugesetzt.

Am Montag war der Dow Jones wegen Uneinigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten über ein billionenschweres Konjunkturpaket gegen die Coronavirus-Krise auf das tiefste Niveau seit November 2016 gesackt. Nun trieben die Hoffnungen auf eine kurz bevorstehende Verabschiedung des Pakets an. Medienberichten zufolge sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar (1,4 Billionen Euro) in die Wirtschaft gepumpt werden. Am Montag hatte bereits die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) weitere geldpolitische Stützungsmaßnahmen für die Konjunktur angekündigt.

„Das einen Wendepunkt zu nennen, ist noch zu früh“
Die insgesamt gestiegene Zuversicht an den Finanzmärkten zeigte sich schon in den teils deutlichen Kurssprüngen an den asiatischen und den europäischen Aktienmärkten. „Die Stimmung hat sich aufgehellt“, bestätigte auch ein US-Marktstratege. „Aber das einen Wendepunkt zu nennen, ist noch zu früh.“

Von der wieder besseren Marktstimmung profitierten vor allem überdurchschnittlich gebeutelte Werte wie etwa Boeing (plus 20,8 Prozent) im Dow oder andere Aktien aus der Luftfahrtbranche wie American Airlines (plus 35,8 Prozent), United Airlines (plus 25,7 Prozent) und Delta Air Lines (plus 21 Prozent) im marktbreiten S&P-500. Boeing hatte zudem mitgeteilt, er sei wegen der Virus-Krise nicht zwingend auf Staatshilfen angewiesen. Boeing sei liquide, bezahle seine Zulieferer und habe 15 Milliarden Dollar auf der Bank, sagte Vorstandschef Dave Calhoun.

Ölwerte ebenfalls wieder im Steigen - vorerst
Auch Ölwerte erholten sich ähnlich stark: Sie hatten zuletzt nicht nur unter der Virus-Krise, sondern auch unter den massiv eingebrochenen Ölpreisen gelitten, die aktuell wieder stiegen. Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Eugen Weinberg von der Commerzbank dürften die Hilfsmaßnahmen der Fed den Ölpreisen jedoch nur kurzfristig Aufwind geben. Immer neue Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft, die eine „beispiellose Nachfrageschwäche“ mit sich brächten, dürften auf längere Sicht belasten - ebenso wie ein Preiskampf unter den führenden Ölstaaten.

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