24.03.2020 15:51 |

300.000 Masken

„Gute Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südtirol“

300.000 Masken „verleiht“ Südtirol an Nordtirol, während dieses noch auf die nächste Lieferung wartet - dafür nimmt Nordtirol fünf Südtiroler Corona-Patienten auf und hilft seinerseits mit Masken und Schutzanzügen aus, wenn die Lieferung endlich eintrifft: Die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern lobte Günther Platter in einer Pressekonferenz am Dienstag.

In dieser „größten Krise seit dem 2. Weltkrieg“ funktioniere die Zusammenarbeit mit Südtirol prinzipiell sehr gut, betonte Landeshauptmann Günther Platter bei einer Pressekonferenz am Dienstag: „Südtirol und Tirol sind ungefähr gleich von der Krise betroffen, nur der Zeitablauf ist etwas unterschiedlich.“ Die Tiroler Corona-Bilanz bisher: 10.000 Testungen wurden durchgeführt, 1260 davon fielen positiv aus. Es gibt zudem vier Tote „mit extremen Vorerkrankungen“, 107 Infizierte befinden sich in Krankenhäusern, 19 davon sind auf einer Intensivsstation.

44 Tote in Südtirol
In Südtirol ist die Lage bereits um einiges ernster - Landeshauptmann Arno Kompatscher schilderte: „Bisher gab es 6631 Tests, 789 davon verliefen positiv. 204 Personen befinden sich in Krankenhäusern, 48 sind auf einer Intesivstation.“ Insgesamt sind bereits 44 Todesfälle zu verzeichnen. Darauf, ob Tirol bezüglich der Todesfälle das selbe Schicksal erwarte, antwortete Günther Platter: „Todesfälle werden in der Zukunft nicht zu vermeiden sein. Es geht darum, die Verbreitung zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert.“ Derzeit gäbe es 184 Betten auf Intensivstationen und 385 Beatmungsgeräte - insgesamt.

Masken und Schutzanzüge werden geteilt
Fünf Südtiroler Patienten werden nun in Tiroler Kliniken behandelt - auch sonst greife man sich gegenseitig unter die Arme, so Kompatscher: „Der Transfer unserer Lieferung an Schutzmasken und Schutzanzügen nach Italien war schwierig. Da half uns die österreichische Bundesregierung sofort mit der AUA.“ Selbstverständlich würde man daher nun den Tirolern, welche noch auf ihre eigene Lieferung warten, 300.000 Schutzmasken sowie 3000 Anzüge zur Verfügung stellen. Wenn dann in Tirol die Lieferung eintreffe, könnten diese Schulden dann beglichen werden.

Günther Platter zeigte sich über die Zusammenarbeit sehr erfreut: „ Das ist eine gelebte Partnerschaft in der Krise - Egoismus steht nicht im Vordergrund, sondern die Zusammenarbeit.“

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