22.07.2010 14:26 |

Uni Klagenfurt

Keine "Auflösung" des Psychologie-Studiums

Der Plan der Uni Klagenfurt, für zwei Jahre das total überlaufene Psychologie-Studium für Neuanfänger zu sperren, ist am Mittwochabend beim Uni Senat durchgefallen. Immer wahrscheinlicher werden jedoch neue Zugangsbeschränkungen.

Seit Wochen wird heftig diskutiert. Nach Ansicht des Wissenschaftsministeriums ist das Aussetzen der Zulassungen Angelegenheit der Universität. Formal müsste dafür das Studium aufgelöst und nach zwei Jahren wieder neu gestartet werden. Der Senat der Klagenfurter Uni sprach sich nun gegen diese Möglichkeit aus.

Hoffnungslos überfüllt
Für die mehr als 1.500 Studierenden, die Doktoranden nicht eingerechnet, stehen am Psychologie-Institut derzeit ganze fünf Professoren und drei Habilitierte zur Verfügung. Inklusive den wissenschaftlichen Mitarbeitern verfügt das Institut im Moment über 14,5 Vollzeitäquivalente.

Bis 2010 wurden jährlich 230 Studienanfänger aufgenommen. Dies ergab laut Website der Universität ein Verhältnis von Professoren zu Studierenden von 1:380. Im Nachbarland Deutschland liegt das Verhältnis bei 1:10. Die größten Engpässe gibt es in der Betreuungskapazität von Diplomarbeiten und beim Platzangebot in Lehrveranstaltungen. Aus diesem Grund werden neue Zugangsbeschränkungen nun auch immer realistischer.

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