Barbershops im Visier

Hälfte der Betriebe nach Aktion scharf angezeigt

„Wir wollen einen fairen Wettbewerb“, sagt Erika Rainer, Landesinnungsmeisterin der Friseure. Über der aus mehr als 1400 Betrieben bestehenden Branche zogen in Oberösterreich zuletzt Gewitterwolken auf. Grund sind Dumpingpreise in Barbershops. Die Finanzpolizei machte deshalb eine „Aktion scharf“.

Eigene Salons für Männer, in denen die Frisur und der Bart in Form gebracht werden: Herrenfriseure und Barbershops mischten die Branche durch. Viele der Anbieter gehen dabei mit Dumpingpreisen auf die Jagd nach Kunden Nachdem sich die Beschwerden bei der Wirtschaftskammer OÖ häuften, wurde die Finanzpolizei aktiv. 96 Barbershops wurden in Oberösterreich und Salzburg kontrolliert. Ergebnis: Die Hälfte der Betriebe wurde angezeigt!

In 30 Fällen wurde Umsatz nicht in der Kassa erfasst
„Wir haben Probeeinkäufe gemacht - das sind Momentaufnahmen. Hier aber eine so hohe Trefferquote zu erzielen, lässt uns davon ausgehen, dass Schwarzumsätze und illegale Beschäftigung an der Tagesordnung stehen“, so Dieter Fellinger von der Finanzpolizei. In zehn Fällen wurden Personen ohne Anmeldung zur Sozialversicherung beschäftigt, in drei Fällen sogar illegal beschäftigte Ausländer festgestellt. In zwei Fällen fehlte eine Registrierkasse, in zwei die gewerberechtliche Bewilligung, in 30 Fällen wurde der Umsatz nicht in der Kassa erfasst.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 18. Mai 2021
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