25.02.2020 11:28 |

Coronavirus

Rendi-Wagner fordert „zentralen Krisenkoordinator“

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert zum Thema Coronavirus von der Regierung die Einrichtung eines „zentralen Krisenkoordinators“. Es müsse „einen Kopf geben, der den Überblick hat und alle Infos bündelt“ - und der die Entscheidungen trifft, was letztendlich geschieht, sagte sie am Dienstag. Auch müsse das Thema auf die Agenda des Nationalen Sicherheitsrats am Freitag gesetzt werden.

Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Corona-Falles in Österreich sei aufgrund der Entwicklung in Italien „nicht kleiner geworden, ganz im Gegenteil“, sie sei „gestiegen und nicht mehr auszuschließen“, so die Parteivorsitzende am Dienstag im „roten Foyer“.

„Wir müssen mehr als wachsam sein“
„Wir müssen mehr als wachsam, vorbereitet sein, auf diesen Zeitpunkt, der wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lässt“, betonte sie. Daher gelte es auch, dafür zu sorgen, dass eine „vertrauensvolle, verständliche und leicht zugänglich Information für die Bevölkerung“ sichergestellt werde, erklärte die SPÖ-Chefin erneut. Ausdrücklich begrüßt wurde von Rendi-Wagner, dass die entsprechende Hotline der AGES (0800-555-621) nun rund um die Uhr erreichbar ist.

Pamela Rendi-Wagner erklärt auf Facebook, wie man sich vor dem Coronavirus schützen kann:

Zu ihrer Forderung nach einem zentralen Krisenkoordinator sagte Rendi-Wanger, eine Koordination sei wichtig, weil es um die Zusammenarbeit von drei verschiedenen Ministerien (Gesundheits-, Innen- und Verteidigungsministerium), neun Bundesländern und auch der internationalen Ebene (EU und Weltgesundheitsorganisation) gehe.

Rendi-Wagner hat Fragen an die Regierung
Von der Regierung will sie wissen, welche Pläne sie konkret im Falle von unterschiedlichen Szenarien hat - für das Auftreten eines Corona-Falls oder mehrerer. „Welche Maßnahmen werden gesetzt, gibt es ein Expertengremium, einen Beirat, der eine Entscheidungsgrundlage bietet? Gibt es einen Stufenplan?“ So verwies sie etwa auf das Beispiel Italien, wo mehrere Regionen abgeriegelt wurden. Am Ende des Tages stehe hier die Frage: „Wer entscheidet, was gemacht wird?“

Geklärt haben will Rendi-Wagner auch, welche Maßnahmen an „vulnerablen Entry-Points“ wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Busbahnhöfen gesetzt werden - etwa Fieberchecks, Desinfektionen oder Kontrollen. Sie rede dabei „nicht von heute“, sondern im Fall eines Auftretens in Österreich, betonte sie.

Die Coronavirus-Epidemie droht sich unterdessen in Richtung Süditalien auszuweiten. Zwei Infektionsfälle wurden in Florenz bzw. Palermo gemeldet, berichteten italienische Medien. Auch ein italienischer Arzt auf Urlaub auf Teneriffa wurde positiv getestet. Er befand sich Medienberichten zufolge in der Klinik Quiron im Süden der Kanaren-Insel.

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