03.02.2020 09:30 |

Was wurde aus...

Sie tauschte Kunstrad gegen Yogastudio

Daniela Metelko-Micheluzzi ist in der Sportlerszene Vorarlbergs keine Unbekannte. 20 Jahre war sie im Kunstradfahren an der Spitze. Bis alles anders kam!

„Yoga ist nur ein bisschen Herumsitzen und Atmen“, dachte die Profisportlerin während ihrer aktiven Karriere. Dass es einmal zu ihrer Berufung werden sollte, hätte sie nie und nimmer geglaubt. Erst als sie einen zweifachen Bandscheibenvorfall erlitt und die Operation eigentlich schon auf der Agenda stand, konnte sie ihr Mann Mike zu einem Versuch überreden.

„Nach zehn Minuten habe ich gemerkt, dass ich die Schlechteste im ganzen Kurs bin - ich, die Profisportlerin“, schildert sie ihre ersten Erfahrungen. Aber sie blieb dran und konnte sich schließlich sogar den operativen Eingriff sparen. Eines machte sie aber stutzig: nach manchen Yogastunden hatte sie wieder Rückenschmerzen, nach anderen nicht. „Ich wollte wissen, woran das liegt und habe für mich selbst eine Ausbildung begonnen.“ Mit der Zeit wurden ihre Freundinnen auf das neue Hobby der Bankkauffrau neugierig und fragten sie nach Tipps für den Rücken. „Komm halt am Donnerstagabend vorbei“, sagte sie - und bald füllte sich ihr Wohnzimmer mit immer mehr Yogis. „Irgendwann wurde es meinem Mann zu bunt, dass wir wöchentlich die Möbel wegschieben müssen und er riet mir, einen Raum zu mieten.“

So wurde aus Hobby Professionalität. Der Pfarrsaal in Hohenems sollte ihre erste „Versuchsstätte“ werden. „Ich habe meinen ersten offiziellen Kurs gestartet, aber bald schon ist der Raum zu klein geworden. Es ist immer weiter gewachsen“, erzählt sie von ihrem Werdegang, der sie nicht nur immer mutiger im Geschäftlichen werden ließ, sondern auch in Sachen Yoga. „Man kann mit Yoga auch ganz viel kaputt machen, das wissen die wenigsten. Wenn jemand eine normale Grundausbildung macht, lernt er nicht, was man mit einem Bandscheibenvorfall beachten muss, darum habe ich Yogatherapieausbildungen bei Physiotherapeuten und Medizinern absolviert.“

Keine Langeweile

Und auch heute bildet sie sich ständig weiter. Eine der Eigenschaften, die Yoga so spannend für Daniela machen: „Es gibt kein Ende! Ist heute eine Übung leicht für mich, kann sie morgen vielleicht schwer sein. Ich habe nie ein Gefühl der Langeweile, weil man sich immer wieder neu motivieren kann und sich weiterentwickelt."

Diese Faszination für Yoga teilt sie heute mit ihren rund 900 Yogaschülern, die in ihren zwei Studios in Hohenems und Hard wöchentlich ein und aus gehen. Da Daniela eher den Ruf einer sportlichen und fordernden Lehrerin hat, arbeiten bei ihr auch noch sieben Mitarbeiter im Team, die Anfängern einen sanften Einstieg ermöglichen. So kommt jeder und jede auf seine oder ihre Kosten. Und auch nach zehn erfolgreichen Jahren, die letzten November gefeiert wurden, ruht sich Daniela nicht auf ihren Lorbeeren aus: „Ab Herbst ist wieder etwas Neues geplant!“ Man darf gespannt sein.

Sandra Nemetschke
Sandra Nemetschke
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