Als wäre so ein Slalom ohne Top-10-Platz nicht schon schlimm genug, ließ am Sonntag in Zagreb mit Armand Marchant ein Mann aus einem Land ohne Berge die Österreicher in Durchgang zwei weit hinter sich.
Zur Halbzeit des Herren-Slaloms von Zagreb war die österreichische Ski-Welt ja noch in Ordnung: Michael Matt Zweiter (nur sieben Hundertstel zurück), Manuel Feller Siebenter, und der junge Fabio Gstrein mit der hohen Startnummer 53 auf dem elften Rang. Drei Stunden später waren die Gesichter lang: Feller und Gstrein fielen zurück, Matt flog raus. Marco Schwarz war auf Rang 11 noch der Beste, keiner in den Top 10 - das war zuletzt im November 2017 in Levi passiert. Und das war eine sagenhafte Ausnahme.
„Traurig, sehr traurig“, formulierte Feller in die Mikrofone, fügte aber gleich an: „Wir können mehr, die Form ist ja da. Aber es will in dieser Saison irgendwie für uns einfach nicht sein.“
Bester Slalom Belgiens
Das war alles hart. Für die „Höchststrafe“ sorgte dann aber ein Mann, den niemand auf der Rechnung gehabt hatte: Armand Marchant (22) aus Thimister in Belgien (höchster Berg 694 Meter) fuhr im zweiten Durchgang Laufbestzeit! Ein junger Flachländer ließ die Stars aus den Alpenregionen richtig alt aussehen. Mit Platz fünf stellte er auch das beste Weltcup-Resultat Belgiens ein (1981 Kombi St. Anton, 5. Henri Mollin).
„Den hab ich gar nicht gekannt“, gestand Feller. Matt knurrte: „Wartet! Mittwoch in Madonna pfeift’s wieder bei uns.“
Georg Fraisl, Kronen Zeitung
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