22.12.2019 08:00 |

15.000 Green Jobs

Öko-Projekte bringen Kärnten Milliardengeschäfte

Die Energie- und Mobilitätswende hat bei Weitem nicht nur mit Verzicht und Kosten zu tun. Das Geschäft mit Öko floriert: Die Umsätze der Umweltwirtschaft in Kärnten haben die 3-Milliarden-Marke geknackt, es gibt bereits 15.000 Green Jobs. Doch mit Voranschreiten der Wende droht ein massiver Personalmangel.

Der Weg hin zur alternativen Mobilität kurbelt den Job- und Umsatzmotor kräftig an, die Wertschöpfungspotenziale sind enorm. Die Bahn ist dabei eine der größten Job-Lokomotiven: 100.000 Beschäftigte arbeiten bereits im Schienengeschäft. Doppelt so viele Arbeitsplätze soll die E-Mobilität in Österreich bringen: 200.000 Beschäftigte werden im Jahr 2030 in der Ladeinfrastruktur-Wartung, im Handel, der Produktion tätig sein, so die Prognosen.

„Tausende neue Jobs entstehen. Es wird allein bei der E-Mobilität einen massiven Bedarf an Arbeitskräften geben“, ist Bernd Neuner, Leiter der Unternehmensentwicklung und E-Mobilität der Kelag überzeugt. Weil in Kärnten zudem die Produktionsleistung der Kraftwerke verdoppelt werden muss, rechnet der Energieversorger auch im Kraftwerksbau, in der Planung, Entwicklung und im Betrieb mit einem großen Bedarf an geeigneten Fachkräften.

Die Wende ist nicht nur Job-, sondern auch Geschäftsmotor. Der Umsatz der Umweltwirtschaft ist in Kärnten auf 3,3 Milliarden Euro geklettert (siehe Grafik, Eurostat-Auswertung 2016 für die WKÖ). Das ist der höchste Bundesländer-Umweltumsatz (gemessen am Bruttoregionalprodukt). Große Bereiche sind Umweltdienstleistungen, Produktion, Ressourcenmanagement, Klima- und Umweltschutzaktivitäten.

Kärntner Umwelttechnik ist auf der ganzen Welt heiß begehrt. Der Umweltexport beträgt 1,5 Milliarden Euro.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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