OÖ überzeugt Regierung

Suche nach Pflegern kann auch im Ausland starten

Die Übergangs-Bundesregierung tut doch mehr als nur verwalten. Angesichts des immer stärkeren Fehlens von Pflegekräften hat sie – auch auf Druck Oberösterreichs – nun auch nichtdiplomierte Pfleger und Pflegerinnen auf die Mangelberufsliste gesetzt. So können diese aus dem Nicht-EU-Ausland geholt werden.

Am 11. November hat die oberösterreichische Landesspitze bei der Bundesregierung Alarm geschlagen: „Der Mangel an Pflegekräften im Gesundheits- und Sozialbereich des Landes Oberösterreich verschärft sich zunehmend, weshalb es neuer Herangehensweisen bedarf, wozu wir auch die Unterstützung des Bundes brauchen“, so die Botschaft von LH Thomas Stelzer (ÖVP), LH-Vize Manfred Haimbuchner (FPÖ) und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Denn neben der Ausdehnung der eigenen Ausbildung prüft das Land intensiv, ausländische Pflege- und Betreuungskräfte anzuwerben. Dabei fehlt es aber außerhalb und teils sogar in der EU an dem freien Zugang zu unserem Arbeitsmarkt.

In Mangelberufsliste gesetzt
Nach anfänglichem Sträuben hat die Übergangsregierung nun eingesehen, dass da etwas passieren muss. Sie hat daher „auf mehrfachen Vorschlag“ nun auch die Berufe Pflegeassistent/in und Pflegefachassistent/in auf die Mangelberufsliste gesetzt. Somit können ab Jänner 2020 drittstaatsangehörige Pflegekräfte (also nicht EU-Bürger) über die „Rot-Weiß-Rot-Karte“ bundesweit zu einer Beschäftigung zugelassen werden, wobei noch Ausbildungshürden zu überwinden sind.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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