18.12.2019 13:03 |

Pensions-Proteste

Macron deutet Abkehr von höherem Antrittsalter an

Nach zweiwöchigen Protesten gegen die Pensionsreform und mehreren Generalstreiks zeigt sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nun kompromissbereit. Unmittelbar vor einem Treffen seines Premierministers mit den Gewerkschaftschefs deutete Macron eine Abkehr von einem höheren Pensionsantrittsalter an.

Das Staatsoberhaupt sei bereit, die Pläne „nachzubessern“, hieß es aus dem Elysee-Palast am Mittwochvormittag. Das zentrale Reformvorhaben werde aber „weder aufgegeben noch verfälscht“, stellte man gleichzeitig klar.

Aktionen bis Ende Dezember angekündigt
Macrons Ziel sei es, den Franzosen eine Streikpause zu Weihnachten zu ermöglichen, betonte man in seinem Büro. Die Gewerkschaften hatten zuvor mit Aktionen bis Ende Dezember gedroht, falls die Regierung ihre Reformpläne nicht zurückzieht.

Regierungschef Edouard Philippe trifft die Gewerkschaftschefs zu Einzelgesprächen am Nachmittag, am Donnerstag ist eine gemeinsame Verhandlungsrunde mit allen Sozialpartnern geplant.

Stromausfälle wegen Streiks bei Energieversorger
Die Streiks im Fernverkehr und im Pariser Nahverkehr halten nun schon seit zwei Wochen an. Am Dienstag hatte erneut ein landesweiter Massenstreik zu erheblichen Störungen des öffentlichen Lebens geführt. Im Fern- und Nahverkehr fielen zahlreiche Verbindungen aus. Der Unterricht an Schulen wurde stark beeinträchtigt, in Zehntausenden Haushalten fiel der Strom aus. Mehr als 600.000 Menschen gingen auf die Straßen. Die Einschränkungen waren auch für Touristen merkbar: Der Eiffelturm sowie einige berühmte Museen blieben geschlossen.

Die Pensionsreformpläne sehen die Ablösung der aktuell mehr als 40 verschiedenen Pensionskassen durch ein einheitliches Punktesystem vor und sollen für diejenigen gelten, die ab 2022 erstmals auf den Arbeitsmarkt kommen. Es soll eine Grundpension von monatlich 1000 Euro eingeführt werden für diejenigen, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Ein Pensionsantritt mit 62 Jahren hätte demnach weiterhin möglich sein sollen, allerdings mit Abschlägen.

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