Trip nach Shanghai

45 Steirer bei der teuersten Expo aller Zeiten

Steiermark
22.06.2010 10:07
Eine steirische Wirtschaftsdelegation schaut bei der "Expo 2010", die mit Kosten von 43 Milliarden Euro die teuerste aller Zeiten ist, über den Tellerrand. Die "Steirerkrone" hat den 45-Mann-Trupp auf einen Sprung nach Shanghai begleitet.

Sind die ein bissl blöd?, fragen sich die geschätzten Leser. "Auf einen Sprung", den breiten Weg? Durchaus berechtigt. Sind ja immerhin doch gut 14 Stunden in eine Richtung mit dem Flieger von Graz in die chinesische "Expo"-Metropole. Und dort sind's dann gerade einmal 36 Stunden Aufenthalt...

Aber was soll's. 45 Köpfe hoch ist die Steirer-Delegation nach Asien: Gleich zwölf Architekten - Graz gilt ja (wie bei fast allem) auch als "heimliche" Hauptstadt der Architektur - wollen bei der "Expo 2010", der größten und teuersten (43 Milliarden!!! Euro) Nabelschau der Baukunst, dabei sein und lernen.

Angeführt wird die Partie von Oberwirtschafter Christian Buchmann (Bild), denn das Land Steiermark fördert den Austausch mit China in beträchtlichem Maß. "Warum eigentlich", das wär' die Frage 1. "Und zweitens, haben wir nicht in der Heimat selbst reichlich Sorgen und Probleme?"

Zu Frage 2: "Ja, die haben wir! Weil: Die Steiermark war von der Krise besonders hart getroffen - auch deshalb, weil jeder zweite Job durch Export gesichert wird. Aber nix zu tun, das wär auch nicht gut!" Zu Frage 1: "Aber genau um diese wirtschaftlichen Probleme am Heimmarkt in den Griff zu bekommen, müssen wir über den Tellerrand schauen..."

Buchmann hat gute Argumente im Ärmel, die das weiß-grüne China-Engagement - siehe auch Reportage in der Infobox - positiv erklären. So ist China bereits fünftwichtigster Handelspartner der Steiermark. "Vor allem in unseren Stärkefeldern Auto-, Energie- und Umwelttechnologie wird in den nächsten Jahren massiv investiert. Hier tun sich Chancen auf, die wir unterstützen wollen, ja müssen!"

Ganz konkret: Der steirische Umwelt-Cluster "Eco World Styria" ist in der Region Tianjin (10,5 Millionen Einwohner) bereits als offizieller Berater tätig. "Zur ökologischen Vorzeigeregion soll Tianjin werden, 400 Projekte sind dort in der Umsetzung, da ist einiges für die Steiermark drin!"

Zurück zur Expo: schauen und staunen über Gigantonomie. Die "Steirerkrone" hat, stellvertretend für die mitgereisten Baukünstler, Marion Wicher, vielfache Preisträgerin und Co-Chefin von YES-architecture, um ihre Intentionen in Sachen China und Geschäft gebeten.

Weil Wicher & Partner Erfahrung mit dem Reich der Mitte haben. Für ein Museum in der Porzellanhauptstadt Jingdezhen (1,5 Millionen Einwohner) hat man einen internationalen Wettbewerb gewinnen können, bei einer Ausstellung über österreichische Architektur in Peking und Guangzhou war man ebenfalls prominent vertreten.

Marktchancen sieht die Architektin alleweil, denn der Bauboom ist unvorstellbar. Man werde sich auch weiter an Ausschreibungen beteiligen. Allerdings brauche es (gute) Kontakte und Partner vor Ort. Denn im Alleingang ginge in China nichts...

"Auf einen Sprung nach Shanghai" von Gerhard Felbinger und Christian Jauschowetz, "Steirerkrone"

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