13.12.2019 08:00 |

Fördersystem

Eine bürokratische Hürde

Die myRegio-Jahreskarte wird im kommenden Jahr auch von der Stadt Salzburg gesondert gefördert. 200.000 Euro stehen zur Verfügung. Diese wird nicht für alle Ticket-Besitzer reichen, kritisiert die Bürgerliste. Auch der Umstand, dass man den 40 Euro-Bonus erst am Jahresende beantragen kann, regt die Grünen auf.

Erst Mitte November wurde die 200.000-Euro-Förderung der Stadt Salzburg für die neuen myRegio-Jahrestickets beschlossen. Da blieb nicht mehr viel Zeit, sich über die Abwicklung der Auszahlung Gedanken zu machen. Daher stellt man sich in der Landeshauptstadt erst einmal folgendes Szenario vor: Ende 2020 können alle Jahreskarten-Besitzer der Stadt sich beim Bürgerservice die 40 Euro hohe Förderung refundieren lassen. Eine automatische Abrechnung über das System des Verkehrsverbunds war wegen der Kurzfristigkeit der Maßnahme kein Thema – könnte es aber bei genügend Vorlaufzeit in den nächsten Jahren werden. Technisch wäre so eine Umsetzung möglich. In steirischen Graz wird die Öffi-Förderung genau so abgerechnet.

Die Salzburger Bürgerliste ist zwar mit der Einführung der neuen Karten zufrieden, aber mit der Umsetzung der Förderung tun sie sich schwer. „Die Förderung muss gesondert beantragt werden, was noch dazu erst nach Ablauf der Jahreskarte, also mindestens ein Jahr nach Kauf möglich ist. Ein zusätzlicher Aufwand, der eine sinnvolle Förderung völlig unnötig verkompliziert“, sagt Gemeinderat Lukas Uitz.

Laut Uitz würde die Förderung auch nicht für alle Karten reichen – sofern jeder die bürokratische Hürde überwindet und sich die 40 Euro auch tatsächlich abholt. „Offenbar wird hier bereits damit gerechnet, dass durch die bürokratischen Umwege viele Menschen eben gar nicht erst zu ihrer Vergünstigung kommen“, vermutet Uitz. Wie schon berichtet, hat die Stadt noch keine wirkliche Lösung für das mögliche Problem. Momentan gäbe es das System: „Wer zuerst kommt, malt zuerst“.

Weiters fordern die Stadt-Grünen einen weiteren Ausbau der Öffi-Verbindung, Dieser ist an vielen Stellen bereits im Gange.

Garage wirkt für Grüne den Zielen entgegen
Dabei passt ihnen der Ausbau der Mönchsberggarage so gar nicht ins Konzept. „Wenn die Stadt mehr Parkplätze in der Innenstadt errichtet, dann können wir die Öffis noch so billig machen. Die Menschen werden weiterhin mit dem Auto in die Stadt fahren, wenn ihnen dort der roten Teppich ausgerollt wird“, so Uitz. Er wünscht sich eine Nachdenkpause für das geplante Innenstadt-Projekt.

Felix Roittner

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