07.12.2019 07:00 |

Gemeindeeinsatzleitung

Tiroler trainierten in Deutschland für Ernstfall

Seit Wochen herrschen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius. Die Nachfrage nach Gas für Heizungen ist enorm gestiegen und es gibt bereits Lieferengpässe. Aus strategischen Gründen wurde in Deutschland bereits München vom Versorgungsnetz genommen. Auch Österreich leidet an diesem Gasmangel.

Was nach einem regelrechten Horrorszenario klingt, war zum Glück nur eine große Übung im Jahr 2018 in Deutschland. Zum achten Mal ging dort die „Länderübergreifende Krisenmanagementübung (Excercise)’’ – kurz LÜKEX genannt – über die Bühne. Bei jeder Übung geht es um eine fiktive Bedrohungslage. „Terrorismus im Zusammenhang mit der WM 2006“, „Weltweite Influenza-Pandemie“ und „Bedrohung der IT-Sicherheit durch massive Cyberattacken“ wurden unter anderem bisher geübt.

Im Fokus steht das Katastrophenmanagement. Zuständige Behörden müssen in echten Situationen schließlich einen kühlen Kopf bewahren. Die Kommunikation mit der Bevölkerung und den Medien muss optimal funktionieren, damit keine Panik ausbricht. Bei der im letzten Jahr durchgeführten Übung mit dem Titel „Gasmangellage in Süddeutschland’’ durften erstmals auch Elmar Rizzoli und Lisa Reinthaler von der Gemeindeeinsatzleitung in Innsbruck teilnehmen. Am Mittwoch berichteten sie im Innsbrucker Plenarsaal über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse.

Social Media Monitoring
Die Aufgabe der beiden Tiroler war es, auf extra für die Übung nachgebauten Social Media Kanälen mit mehreren Accounts Postings zu verfassen, die die Stimmung der Bevölkerung darstellen. Anderen Übungsteilnehmern wurde die Aufgabe des Social Media Monitorings zuteil. Dabei werden die Sozialen Netzwerke intensiv durchforstet, um auf „Fake News’’ zu reagieren und das Stimmungsbild der Bevölkerung zu erfassen. Laut Rizzoli hat die Übung vor allem gezeigt, dass dieses Monitoring im Ernstfall überaus wichtig ist.

Manuel Schwaiger, Kronen Zeitung

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