Geschäfte am Balkan

Wien-Energie-Tochter versenkte elf Millionen Euro

Wien
04.12.2019 10:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Geschäftsleben kann immer etwas schiefgehen. Wer mit Steuergeld hantiert, sollte aber besonders behutsam vorgehen. Eine Tochter der Wien Energie (Stadtwerke) hat elf Millionen Euro mit Kleinkraftwerken auf dem Balkan versenkt, stellt der Wiener Stadtrechnungshof fest. Weitere Verluste sind nicht ausgeschlossen.

Konkret haben die Prüfer die Energy Eastern Europe Hydro Power durchleuchtet, eine Finanzholding, die Anteile in Bosnien und Mazedonien verwaltet. Die Holding gehört zu 100 Prozent der Wien Energie und errichtet und betreibt über Tochtergesellschaften Kraftwerke in Südosteuropa. Bereits seit 2014 wurden hohe Verluste eingefahren. Per Ende 2017 betrug der Finanzverlust 17 Millionen Euro.

Gesellschaft bräuchte für Schuldentilgung 40 Jahre
Von den drei Töchtern sind zwei in tiefroten Zahlen. Mit nennenswerten Ausschüttungen an die Mutter ist auch mittelfristig nicht zu rechnen. Bei Fortschreibung des Ergebnisses von 2017 würde die Gesellschaft 40 Jahre brauchen, um ihre Schulden zu tilgen.

Weitere Kritik: In der Bilanz des Stadtwerke-Konzerns schienen die Verluste nicht auf. Begründung: Die Energy Eastern Power sei zu unbedeutend. „Rot-Grün verhindert Transparenz und kann nicht wirtschaften. Elf Millionen sind schon weg, weitere Verluste drohen“, wettert ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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