05.12.2019 07:00 |

Prozess in Innsbruck

Arbeitsloser wurde für Drogen zum Auftragsdieb

Sie bestreiten seit Jahren ihren Lebensunterhalt mit Laden-Diebstählen und Betteleien. Nun endete die Diebestour für die beiden zum Teil obdachlosen Ungarn (24, 32) vor Gericht. Die nächsten Wochen muss sich das Duo zumindest keine Gedanken über ein Dach über den Kopf machen.

Parfüms, Whiskyflaschen und andere Luxusartikel zählten zu den Lieblingsbeuten der bereits mehrfach vorbestraften Ungarn. Es waren am Ende derart viele Fakten, dass Richterin Verena Offer, die Staatsanwältin und die Verteidiger Probleme bekamen, die unzähligen Strafanträge zu zählen. Doch die meisten Diebstähle gaben die Angeklagten ohnehin zu. „Wir haben weder den Alkohol gestohlen um ihn zu trinken, noch die Parfüms erbeutet, um gut zu riechen“, erklärten das Duo. „Wir haben es in Suchtgift eingetauscht.“

Mit Blüte erwischt
Der 24-Jährige gab sogar zu, teilweise im Auftrag die Diebstähle begangen zu haben. „Ein Bekannter wollte Kopfhörer haben. Ich habe ihm diese dann für Drogen besorgt“, meinte der arbeitslose Maurerlehrling, der auch noch mit einem fälschen 50-Euro-Schein erwischt wurde.

„Bin ein gläubiger Mensch“
Sein acht Jahre älterer Kumpel soll zudem einen Opferstock geplündert haben. „Ich habe zwar die Kerzen stehlen wollen, aber nicht das Geld. Ich bin ein gläubiger Mensch und würde so etwas nie tun“, so der Angeklagte.

Prozess wurde vertagt
Nun will Richterin Offer den Mesner sowie weitere Zeugen befragen und mehrere Überwachungsvideos hinsichtlich der Diebstähle auswerten lassen. Der Prozess wurde vertagt.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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