02.12.2019 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Zustand der SPÖ und FPÖ: Gut tut das nicht

Überzeugte Gegner der Sozialdemokratie kriegen sich vor lauter Begeisterung über den erbarmungswürdigen Zustand der SPÖ kaum noch ein. Gleichzeitig jubeln die Feinde der Freiheitlichen über den chaotischen Niedergang der FPÖ. Und die, die zu fast jeder Machenschaft im Dunstkreis der Politik bereit sind, können ihre Erleichterung über den Abgang von Peter Pilz kaum in Worte fassen.

So ist das seit jeher in der Politik. Da ist die Schadenfreude die kleine Schwester der Niedertracht. Schön anzusehen ist das nicht, gut tut das keinem.

Sollten sich nun die Türkisen aus Mangel an Alternativen auf ein Regierungsabkommen mit den Grünen einigen, wirft das eine ernste Frage auf: Wer erledigt künftig die für eine stabile Demokratie unverzichtbare Oppositionsarbeit?

Die NEOS können einem Kanzler Sebastian Kurz und einem Vizekanzler Werner Kogler hin und wieder auf die Nerven gehen. Viel mehr aber nicht.

Daher wäre es, unabhängig von persönlichen politischen Präferenzen kein Schaden, wenn die SPÖ wieder rasch auf die Beine kommt. Und sogar die FPÖ könnte, wäre sie endlich weniger gemein und gierig, im Parlament nützlich sein.

Der Aufwand bei Sozialdemokraten und Freiheitlichen für die Suche nach Verrätern und Versagern in den eigenen Reihen ist bloß verplemperte Zeit. In beiden Parteien weiß ohnehin jeder, wer die zerstörerischen Kräfte im eigenen Hause sind. Zumal SPÖ und FPÖ längst kapiert haben müssten, dass die Schwäche seiner politischen Mitbewerber die größte Stärke von Kurz ist.

Claus Pándi, Kronen Zeitung

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