26.11.2019 12:54 |

Rettung aus Buschfeuer

Koala „Lewis“ musste eingeschläfert werden

Es waren Szenen, die wohl das Herz jedes tierlieben Menschen berührten. Unter Lebensgefahr hatte eine Frau vor einer Woche während der verheerenden Buschfeuer in New South Wales in Australien einen Koala aus der Flammenhölle gerettet und ihn in Sicherheit gebracht. Das Beuteltier, das „Lewis“ genannt wurde, hatte jedoch schwerste Wunden davongetragen, wurde in der Folge in einer Aufzuchtstation liebevoll umsorgt. Nun mussten die Pfleger jedoch eine schwere Entscheidung treffen - und den Koala von seinem Leid erlösen.

Bereits im Vorfeld waren die Ärzte zurückhaltend gewesen, was die Genesungs- und Heilungschancen des Beuteltieres betrifft. So hatte „Lewis“ Verbrennungen an Händen, Füßen, Armen und den Innenseiten seiner Beine erlitten, wurde in der Folge mit Schmerzmitteln behandelt und rund um die Uhr betreut. Gerade bei Verbrennungen, erklärten die Verantwortlichen, würde sich der Zustand oftmals verschlimmern, bevor es den Opfern besser gehe.

Zustand besserte sich nicht
Bereits zu diesem Zeitpunkt stellte das Krankenhaus klar, dass man „Lewis“ nicht am Leben erhalten wolle, wenn „dies zu viel Schmerz und Leid“ für das Tier bedeuten würde. Und offenbar ging es dem Beuteltier trotz aller Mühe, Hingabe und Pflege auch in den darauffolgenden Tagen nicht besser, weshalb man sich zu dem traurigen, aber letztlich einzig gangbaren Weg entschied.

„Hauptziel ist das Wohlergehen der Tiere“
Wie das Koala-Krankenhaus auf seiner Facebook-Seite mitteilte, habe man sich dazu entschlossen, „Lewis“ einschläfern zu lassen. „Wir haben ihn unter Vollnarkose gesetzt, um seine Verbrennungen zu untersuchen und die Verbände zu wechseln.“
Doch man stellte fest, dass sich der Zustand des Koalas nicht gebessert hatte. „Das Hauptziel des Koala-Krankenhauses ist das Wohlergehen der Tiere“, betonte das Krankenhaus. Deshalb sei die Entscheidung getroffen worden, „Lewis“ von seinen Schmerzen zu erlösen.

Mit ihrem Shirt holte die tapfere Frau den kleinen Koala aus der Gefahrenzone, gab ihm Wasser und kühlte seinen verbrannten Körper.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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