21.11.2019 08:00 |

Prozess in Innsbruck

Zechpreller in Nobelhotels stahl sündteure Parfüms

Er lebte wie Gott in Frankreich! Mehrmals mietete sich der in Kasachstan geborene Litauer (31) in Innsbrucks teuerste Hotels ein, machte sich allerdings ohne zu zahlen aus dem Staub. Nach gigantischen Parfüm-Diebstählen klickten schließlich die Handschellen.

3000 Euro verdient der zweifache Familienvater eigenen Angaben zufolge als Aufseher bei einer Baufirma in Litauen. Kaum zu glauben, dass er dennoch als typischer „Kriminal-Tourist“ durch halb Europa reiste – und Vorstrafen in zahlreichen Ländern „sammelte“.

Teilweise über 1000 Euro Schaden
Im Jahr 2012 schlug er mit Kumpels in Tirol zu. In mehreren Luxushotels der Landeshauptstadt hinterließ der 31-Jährige – neben einer mit Alufolie für Diebstähle präparierten Tasche – Rechnungen von teilweise über 1000 Euro. „Ich hatte damals kein Einkommen und war oft betrunken“, zeigte sich der Angeklagte nach einer anfänglichen Märchenstunde geständig.

Parfümerien geplündert
Im November 2018 plünderte der Litauer dann mit einem noch mit Haftbefehl gesuchten Freund im wahrsten Sinne des Wortes Parfümerien am Flughafen in Wien-Schwechat. Das Duo erbeute innerhalb von vier Tagen Flakons im Wert von über 7000 Euro. Dass die beiden am zweiten Tag erwischt wurden, hielt sie vor weiteren Taten nicht auf. Kurios: Als die Diebe mit Parfüms im Wert von über 4000 Euro geschnappt wurden, zahlten sie die Rechnung aus ihrer Reisekasse.

Der Richter verurteilte den 31-Jährigen zu einem Jahr Haft.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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