19.11.2019 13:20 |

Erste Schätzung

Wetterchaos: Land geht von 10 Mio. € Schaden aus

Die Unwetter in den vergangenen Tagen in Tirol haben laut ersten Schätzungen des Landes Tirol rund zehn Millionen Euro Schaden verursacht. Derzeit gäbe es eine Entspannung, „wir müssen aber weiterhin auf der Hut sein“, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach der Regierungssitzung. Das Land stelle nun Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung.

Auf welche Summe sich die Schäden tatsächlich belaufen, könne man aber erst zum Schluss genau beurteilen, sagte Platter, der die Gefahr in Osttirol noch nicht gebannt sah. Außerdem könne man feststellen, dass die Zeiträume zwischen solchen Ereignissen immer kürzer werden. In Spitzenzeiten waren während der Unwettersituation, die vor allem Osttirol betrifft, 1800 Einsatzkräfte gleichzeitig an der Arbeit. Die Mitarbeiter in der Leitstelle sowie in der Landeswarnzentrale wurden verdoppelt.

150.000 Kubikmeter Schadholz
„Massive Schäden“ verzeichne man vor allem im Forstbereich, berichtete Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (ÖVP). Rund 150.000 Kubikmeter Schadholz habe das Unwetter gefordert. Weil der Boden noch nicht gefroren war, seien zahlreiche Bäume unter der Schneelast umgeknickt. Zudem gestalten sich die Einzelentnahmen dieser Bäume schwierig.

Die Zusammenarbeit von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern habe sehr gut funktioniert, bilanzierte Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). Sie zollte außerdem der Lienzer Bezirkshauptfrau Olga Reisner Respekt, welche die Situation mit Ruhe gemeistert habe.

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