9 Rinder verhungert

Seit Stierattacke war Bauer seltsam

Oberösterreich
15.11.2019 19:00
Porträt von krone.at
Von krone.at
Der schreckliche Fall einer tödlichen Tierquälerei auf einem Hof in Straß/A. sorgte nicht nur in der Gemeinde und bei Behörden für Entsetzen. Über das Motiv des Landwirts (48) seine neun Rinder qualvoll verhungern und verdursten zu lassen, wird gerätselt. Eine Stierattacke dürfte Auslöser der Vernachlässigung gewesen sein.

Seit Mai war der Nebenerwerbslandwirt (48) nicht mehr in seinem Stall gewesen. Zu Fressen und Trinken soll er seinen Rindern aber schon länger nichts mehr gegeben haben. Der qualvolle Tod der neun erwachsenen Tiere dürfte im Juni eingetreten sein. Eine herausgerissene Gebärmutter bei einer Kuh verdeutlicht nur die Verzweiflung der völlig ihrem Schicksal ausgelieferten Rinder. Aufgedeckt wurde der Fall erst am 19. Oktober, nachdem Nachbarn Bürgermeister Markus Bradler informiert und dieser sofort den Amtstierarzt eingeschaltet hatte.

Wegen Tierquälerei angezeigt
Die stark verwesten Kadaver wurden mühsam entsorgt. Der Bauer, der mit seiner kranken Mutter (82) allein am Hof lebt, wegen Tierquälerei angezeigt. Warum der Mann sich um die Tiere nicht mehr gekümmert hat, ist unklar. Nach einer Stierattacke im August 2018, bei der er schwer verletzt wurde, soll der Bauer „seltsam“ geworden sein. Er trank immer mehr Alkohol, klagte über psychische Probleme und Kopfschmerzen.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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