13.11.2019 12:30 |

Wintereinbruch

Tirols Lawinenwarner schon früh gefordert

Mit Optimierungen des im Vorjahr eingeführten, grenzüberschreitenden Lawinenlageberichts begegnet der Tiroler Lawinenwarndienst dem Winter 2019/2020, der den Experten früh einiges abverlangt.

Das Projekt „Albina“ hat voll eingeschlagen. Mehr als 2,5 Millionen Aufrufe verzeichnete der grenzüberschreitende Lawinenreport für Nord- und Südtirol sowie für das Trentino zwischen Dezember 2018 und März 2019. Und jetzt gibt es weitere technische Verbesserungen in Sachen Benutzerfreundlichkeit.

„Wir haben einige Buttons, die leicht übersehen wurden, nun besser erkennbar gemacht“, sagt Rudi Mair, Albina-Erfinder und Leiter des Tiroler Lawinenwarndiensts. Dazu zählt jene Suchfunktion, mit deren Hilfe sofort der Lagebericht für jene Tour aufscheint, die man dort eingegeben hat. Anlass für diese Verbesserungen waren Rückmeldungen von Usern.

Auf die deutsche Homepage des Lageberichts mit Blog und Wetterinfos auf Deutsch, Englisch und Italienisch kommt man nun außerdem ganz einfach durch Eingabe des Begriffs „lawinen.report“. Die Wetterkarten beinhalten heuer zudem mehr Details.

Im Zuge des Albina-Projekts konnte das Team des Lawinenwarndiensts aufgestockt werden. Für den täglichen Lagebericht zeichnen ab diesem Winter somit neben Rudi Mair und Patrick Nairz auch Christoph Mitterer und Norbert Lanzanasto verantwortlich. Paul Kößler betreut die Wetterstationen, Harald Riedl schult die Lawinenkommissionen im Land, die für Straßen- und Wegsperren verantwortlich sind.

An einen derartigen Blitzstart des Winters wie heuer kann sich Rudi Mair, der in seine bereits 30. Saison beim Lawinenwarndienst geht, jedenfalls kaum erinnern. „Wir verzeichneten die ersten Schneefälle ja schon am 8. September, die Schneemengen sind überdies außergewöhnlich groß ausgefallen und ein Ende der Schneefälle scheint vorerst ebenfalls nicht in Sicht.“

Das Potenzial für Lawinen sei absolut vorhanden, warnt der Experte. „Wir informieren vorerst laufend aktuell in unserem Onlineblog. Sobald die meisten Skigebiete geöffnet haben, gibt es dann den täglichen Lagebericht. Unsere Mannschaft ist startklar.“

Von Skitouren in Gletscherregionen rät der Experte derzeit jedenfalls dringend ab – wegen der Lawinengefahr und weil viele Gletscherspalten offen sind.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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