12.11.2019 12:41 |

Pariser Friedensforum

Bierlein warb bei Macron für Schutzinitiative

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat beim Pariser Friedensforum für die österreichische Initiative zum Schutz von Zivilisten bei bewaffneten Konflikten geworben. „Wir dürften das Leid der Zivilbevölkerung in Konflikten in besiedelten Gebieten nicht nur still bedauern. Nicht zu handeln darf keine Option sein“, betonte Bierlein am Dienstag vor zahlreichen Spitzenpolitikern in Paris.

Bierlein wies darauf hin, dass in Kriegen die Kampfhandlungen überwiegend in Städten und Dörfern stattfänden. 90 Prozent der Opfer beim Einsatz von Explosivwaffen in besiedelten Gebieten seien Zivilpersonen. „Dadurch werden Zehntausende Kinder, Frauen und Männer jedes Jahr getötet oder verletzt. Das ist inakzeptabel und schlicht unmenschlich“, kritisierte die Kanzlerin die „anhaltende Missachtung des humanitären Völkerrechts“ beim Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten.

Österreich habe daher vor wenigen Wochen die weltweit erste Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Explosivwaffen in besiedelten Gebieten organisiert. 133 Staaten, zahlreiche internationalen Organisationen und NGO-Vertreter hätten teilgenommen. Ziel sei die Ausarbeitung einer politischen Erklärung und jährliche Treffen zur Überwachung.

Zweite Auflage des Friedenforums
Bierlein nimmt in Vertretung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen an der zweiten Auflage des im Vorjahr anlässlich des 100. Jahrestags des Endes des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufenen Friedensforums teil. Der Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hatten sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs angeschlossen, die damals zu einer Gedenkfeier zum Jubiläum des Weltkriegsendes in die französische Hauptstadt gekommen waren.

Das Paris Peace Forum soll Spitzenpolitiker und Vertreter von Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Initiativen zur Förderung des Friedens und der Konfliktprävention auszuarbeiten und zu fördern.

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