Diskussionen um Öffis

Abfuhr für die zweite Stammstrecke

„Wir brauchen keine weitere S-Bahn-Stammstrecke“, tönt ÖBB-Chef Andreas Matthä nun in der Tageszeitung „Der Standard“ und erteilt damit Plänen von VP-Landesrat Ludwig Schleritzko eine Abfuhr. Doch der gibt sich im Ausbau der heimischen Öffis kämpferisch.

Es braucht anscheinend noch einiges an Geduld, um alle Partner beim Thema Stammstrecken-Neubau für S-Bahnen in der Ostregion an einen Tisch zu bekommen. Landesrat Ludwig Schleritzko hat mit seinem Vorschlag nach einer Reise ins bayerische München jedenfalls für gehörigen Wirbel gesorgt. Am Wochenende meldete sich nun auch ÖBB-Chef Andreas Matthä zu Wort und erklärte, dass der aktuelle Ausbau schon Früchte trage und den Regionalbahnen samt Park-&-Ride-Anlagen auf dem Land die Zukunft in Wien gehöre.

Zwar werden gerade zahlreiche Projekte von der Nord-Süd-Achse (Viergleisiger Ausbau bis 2023 und Erweiterung der Pottendorfer Linie) bis zur die Ost-West-Achse (Ausbau Wien–Bratislava und Hütteldorf–Aspern) umgesetzt, doch für die blau-gelbe Politik ist das noch lange kein Grund, um bei dem Thema zu bremsen. „Die ÖBB schaffen es nicht, unser Verkehrsproblem zu lösen.

Die Niederösterreicher pendeln weiter mit dem Auto, und das wird auch bei schnellerer Taktung auf nur einer Strecke nicht besser“, kontert Schleritzko. Deshalb sei eine weitere Anbindung direkt in die Wiener Innenstadt notwendig, heißt es.

Ob die Deutsche Bahn, samt aller politischen Vertreter in München wirklich so falsch mit ihrem Großprojekt liegt? Diese Frage wird wohl auch der ÖBB-Chef selbst nicht beantworten können

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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