Große Defizite

Immer mehr Kinder haben Nachholbedarf in Deutsch

„Intensivere Vermittlung der deutschen Sprache schon in den Kinderbetreuungseinrichtungen“, wünscht sich FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr. Denn dort ist die Zahl der Kleinen mit nichtdeutscher Muttersprache über die Jahre gestiegen (siehe Grafik). Andererseits haben auch viele mit deutscher Muttersprache Defizite.

Seit 1. September 2009 gibt es das verpflichtende Kindergartenjahr. Seit damals ist die Zahl der Kleinen mit nichtdeutscher Muttersprache in Oberösterreichs Kinderbetreuungseinrichtungen per Oktober 2018 um 47,5 Prozent gestiegen, obwohl die Kinderzahl insgesamt dort lediglich um 19,2 Prozent zugenommen hat. Nimmt man das letzte Jahr ohne Pflicht, 2008/09, noch dazu, ist der prozentuelle Unterschied noch größer. Das derzeitige Kindergartenjahr 2019/20 ist in der FPÖ-Anfrage an die zuständige Bildungsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) noch nicht erfasst, da werden sich die Zahlen noch ein wenig verschieben.

Defizite bei vielen
2017/18 wurden dem Land Oberösterreich insgesamt 7840 Kinder mit Sprachdefiziten gemeldet. Davon hatten 5273 Kinder nicht Deutsch als Muttersprache. Also hatten auch 2567 Deutschmuttersprachler Sprachdefizite

Übertrittsprobleme
Die Sprachdefizite setzen sich auch bei Übertritt in die Schule fort: Im Schuljahr 2017/18 konnten nur 11,7 Prozent der Kinder nichtdeutscher Muttersprache in den Regelunterricht übernommen werden, 2018/19 waren es 16,4 Prozent.

Maßnahmen notwendig
Auf diese Entwicklung müssten geeignete Maßnahmen folgen, fordert FPÖ-Politiker Mahr: „Denn Sprachdefizite sind eines der größten Probleme in unserer heutigen Bildungslandschaft und im weiteren Berufsleben.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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