Patientin verließ LSF

Droh-Faxe an Klinik – Verfasser weiter auf freiem Fuß

Steiermark
31.05.2010 11:26
Jener Unbekannte, der in den vergangenen Tagen mit Todesdrohungen per Fax versucht hat, eine Patientin aus der geschlossenen Abteilung der Landesnervenklinik Sigmund Freud (LSF) in Graz freizubekommen, ist nach wie vor auf freiem Fuß. Die Ausforschung des Absenders der anonymen Schreiben aus dem Internet dauert laut Ermittelern noch an. Die Patientin hat die Klinik in der Zwischenzeit verlassen.

In den Schreiben - zuletzt gelangte eines am Samstagabend ein - drohte der Verfasser einer Ärztin sowie dem Personal: Werde seiner Aufforderung nicht entsprochen, werde es "Tote geben". Am Freitag war das erste Mal ein Fax von einem Internetdienst, mit dem man gegen Bezahlung anonyme Schreiben aussenden kann, für die behandelnde Ärztin der LSF-Patientin eingetroffen. Nachdem am Samstag erneut ein Fax mit ähnlichem Inhalt in der Klinik einlangte, nahm die Polizei den Fall schließlich in die Hand.

Patientin hat Klinik verlassen
Die betreffende Ärztin wurde unter Personenschutz gestellt und das Gelände rund um die Klinik von der Polizei gesichert. Die Patientin, die der Unbekannte offenbar "befreien" wollte, hatte sich freiwillig in Behandlung begeben. Am Sonntagabend wurde die Frau von der geschlossenen in die offene Abteilung verlegt, anschließend verließ sie gegen Revers die Klinik. Daher sei nicht damit zu rechnen, dass weitere Drohungen einlangen, heißt es seitens des Landeskriminalamtes. Trotzdem müsse man den Absender der Faxe ausforschen, da der Tatbestand der schweren Nötigung erfüllt sei.

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