Klub unter Schock

Fallschirm-Drama: „Sind fassungslos und traurig“

„So eine Tragödie hat es in unserer 52-jährigen Vereinsgeschichte noch nie gegeben“, ist Walter Gupfinger, Obmann des Union Fallschirmspringerclubs Linz, geschockt. Zwei Mitglieder sind, wie berichtet, bei einem Absprung am Samstag in Wels gestorben. Sie dürften im freien Fall kollidiert und bewusstlos abgestürzt sein.

„Wir sind fassungslos und traurig, dass wir zwei Menschen aus unseren Reihen verloren haben. Unsere Gedanken sind bei ihren Angehörigen“, schreibt der Fallschirmspringerclub Linz auf Facebook. Sportkollegen aus ganz Österreich drückten ihr Beileid zum tragischen Tod von Christoph F. (36) aus St. Ulrich bei Steyr und Manuel Sch. (25) aus Ansfelden aus. „Sie waren erfahrene Fallschirmspringer, drei beziehungsweise fünf Jahre im Verein und sind viel gesprungen“, sagt Walter Gupfinger über die beiden Verunglückten.

Unfallursache unklar
Um so unverständlicher ist, wie es zu dem Unglück kommen konnte. „Es ist ein totales Rätsel, wir haben im Jahr rund 6500 Absprünge. Noch nie sind zwei Fallschirmspringer kollidiert“, so der Union-Obmann. „Aus unserer Sicht waren sie nach dem Zusammenprall im freien Fall beide bereits bewusstlos. Durch die Zeitautomatik wurden dann zwar die Notfallschirme ausgelöst, aber es gab keine Einflussnahme der beiden.“

Tod auf Intensivstation
Christoph F. starb an der Unfallstelle. Manuel Sch. wurde von der Feuerwehr schwerst verletzt vom Dach eines Firmengebäudes geborgen. „Als er stabilisiert und transportfähig war, haben wir ihn über eine Drehleiter runtergebracht“, berichtet Einsatzleiter Roland Weber von der Feuerwehr Wels. Manuel Sch. erlag dann aber auf der Intensivstation in Wels seinen Verletzungen.

Ph. Zimmermann/C. Tröster, Kronen Zeitung

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