Neue Statistik

Ausländerinnen heiraten öfter und kriegen mehr Kinder

Steiermark
28.05.2010 16:59
Es ist ein subjektiver Eindruck, den viele haben: Ausländerinnen bekommen mehr Kinder als Steirerinnen. Experten der Landesstatistik haben diese Annahme nun einem exakten wissenschaftlichen Check unterzogen. Mit dem Ergebnis, dass Migrantinnen tatsächlich öfter schwanger werden - und bei der Geburt jünger sind.

Das Expertenteam um Statistik-Chef Martin Maier ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Im Durchschnitt bekommen Steirerinnen 1,32 Kinder, Frauen mit ausländischer Staatsbürgerschaft hingegen 2,11. Das durchschnittliche Alter bei der Geburt des ersten Babys liegt in unserem Bundesland bei 27,9 Jahren, Migrantinnen gebären mit 27,2 Jahren bereits etwas früher.

Deutlich unterscheiden sich In- und Ausländerinnen, was die Eheschließungen betrifft: Gleich 49,9 Prozent der heimischen Eltern sind zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet, aber nur 28,6 Prozent der Paare mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft. "Es bestätigt sich also die allgemeine Meinung, dass Migrantinnen häufiger Nachwuchs bekommen, bei der Geburt jünger und wesentlich öfter verheiratet sind als unsere Landsleute", fassen die Studienautoren die Ergebnisse zusammen.

von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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