08.10.2019 13:00 |

Patscherkofel-Desaster

Für Innsbruck bleibt auch bei Abwahl in Koalition

Die Liste Für Innsbruck (FI) wird die Innsbrucker Stadtkoalition, bestehend aus Grünen, ÖVP, SPÖ und eben FI, nicht sprengen, selbst wenn ihre Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer am Donnerstag im Gemeinderat abgewählt wird. „Wir stehen zur Koalition und wollen weiter für Innsbruck arbeiten“, sagte Oppitz-Plörer am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Auch sie selbst wolle im Stadtsenat bleiben.

„Bürgermeister Willi (Georg, Grüne, Anm.) hat selbst gesagt, dass Für Innsbruck nicht aus der Regierung ausscheiden soll, dieses Ziel eint uns“, erklärte die Vizebürgermeisterin, die „egal wie es ausgeht“ auch weiterhin dem Stadtsenat angehören will.

Bau der Patscherkofelbahn hat alles ins Rollen gebracht
Die ehemalige Innsbrucker Bürgermeisterin und nunmehrige Vizebürgermeisterin ist mit einem Abberufungsantrag im Gemeinderat konfrontiert. Die Oppositionsparteien FPÖ und „Gerechtes Innsbruck“ brachten den Antrag für die Gemeinderatssitzung am Donnerstag ein. Grund für den Antrag sei die Causa rund um den Bau der neuen Patscherkofelbahn, die zu erheblichen Mehrkosten geführt hatte. Ursprünglich wurde mit Kosten von 41 Millionen Euro gerechnet, mittlerweile soll die Bahn 66 Millionen Euro kosten. Der Bau wurde beschlossen, als Oppitz-Plörer noch Innsbrucker Bürgermeisterin war. Die Grünen halten sich vorerst noch offen, ob sie dem Antrag zustimmen werden.

„Möchte vor Donnerstag noch einmal das Gespräch mit BM Georg Willi suchen“
Trotzdem nehme sie keine Blockade in der Koalition wahr, erklärte Oppitz-Plörer, die laut eigenen Angaben immer noch Vertrauen zum Bürgermeister habe. Wie es danach jedoch mit dem Amt des ersten Vizebürgermeisters und auch generell weitergehe, dieses „Heft des Handelns“ liege in den Händen des Bürgermeisters, meinte Oppitz-Plörer. Sie wolle jedenfalls vor Donnerstag noch einmal das Gespräch mit Willi suchen.

Nicht länger wolle sie zulassen, dass ihre Person und ihre politische Arbeit ständig herabgewürdigt werde. „Es geht mir nicht um eine Show, sondern es geht mir immer darum, etwas zu bewegen“, so die Vizebürgermeisterin. Sie sei nach der letzten Gemeinderatswahl dazu bereit gewesen, zum Wohle der Stadt, sich in die zweite Reihe zu stellen.

Beschlüsse im Gemeinderat seien mit großer Mehrheit erfolgt
Seit über 15 Monaten werde versucht, die Situation rund um den Neubau der Patscherkofelbahn in ein „nahezu kriminelles Eck zu rücken“, meinte Oppitz-Plörer. Dabei seien die Beschlüsse des Gemeinderats mit großer Mehrheit erfolgt. Auch die Kosten der Bahn von rund 55 Millionen Euro seinen mit einer Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen worden. Bisher seien nun rund 59 Millionen Euro abgerechnet. Oppitz-Plörer rechnete mit einer Endabrechnung von rund 66 Millionen Euro. Es könne also nicht von explodierenden Kosten gesprochen werden, fügte sie hinzu.

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