04.10.2019 09:26 |

Sex-Klage eingereicht

James Franco ließ Schülerinnen nackt vorsprechen

James Franco (41) hat sich erneut gegen Vorwürfe der sexuellen Nötigung zur Wehr gesetzt. Solche Vorwürfe seien schon früher aufgetaucht und widerlegt worden, wurde Francos Anwalt vom „Hollywood Reporter“ zitiert.

Zwei frühere Schülerinnen von Francos Schauspielschule haben den Hollywoodstar geklagt. Die beiden Frauen Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal reichten die Klage am Donnerstag vor Gericht in Los Angeles ein. Das geht aus der Klageschrift auf der Webseite ihrer Anwälte hervor.

Nackte Vorsprechen, aufgezwungene Sexszenen
Die Frauen werfen Franco und seinen Geschäftspartnern unter anderem Diskriminierung, sexuelle Nötigung, Einschüchterungen und falsche Versprechen vor.

In Kursen hätten sie Schülerinnen etwa dazu gedrängt, nackt vorzusprechen und an simulierten Sexakten teilzunehmen, bei denen er den in der Branche üblichen Genitalien-Schutz aus Plastik von den Darstellerinnen entfernte, um Oralsex an ihnen zu simulieren. Die Schule hätte junge, unerfahrene Frauen beruflich und sexuell ausgenützt.

Franco wehrt sich gegen „verleumderische Klage“
Franco werde sich dagegen wehren und zudem Entschädigung für diese „verleumderische Klage“ fordern, kündigte der Anwalt dazu an. Die Schauspielschule ist inzwischen geschlossen.

Tither-Kaplan war eine von fünf Frauen, die Franco bereits 2018 in einem Artikel in der „Los Angeles Times“ sexuelle Belästigung vorwarfen. Der Schauspieler hatte damals die Vorwürfe in einem Interview in einer Talkshow zurückgewiesen. Sollte er etwas falsch gemacht haben, wolle er es aber wiedergutmachen, erklärte der Franco. Kurz zuvor war er bei der Golden-Globe-Verleihung - wie viele andere Stars auch - mit einem „Time‘s Up“-Anstecker erschienen, um Solidarität mit der #MeToo-Bewegung zu zeigen, die sexuelle Übergriffe anprangert.

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