21.09.2019 11:15 |

Ausländische Häftlinge

FPÖ drängt auf mehr „Haft in der Heimat“

FPÖ-Chef Norbert Hofer will, sollte seine Partei nach der Nationalratswahl die Möglichkeit zu Koalitionsverhandlungen bekommen, die Initiative „Haft in der Heimat“ weiter vorantreiben. Die Zahl jener verurteilter ausländischer Staatsbürger, die ihre Haftstrafe in ihren Heimatstaaten absitzen, ist für die Blauen nämlich noch immer viel zu gering, wie Hofer auch in der krone.at-Elefantenrunde am Freitagabend betonte.

„Leider ist seitens des ÖVP geführten Justizministeriums bei der Maßnahme Haft in der Heimat nicht sehr viel weitergegangen. Die FPÖ wird im Fall von Koalitionsverhandlungen darauf drängen, Haft in der Heimat prioritär zu behandeln und raschestmöglich zu realisieren“, meinte Hofer am Samstag. Für den FPÖ-Spitzenkandidaten ist der derzeitige Insassenstand eine „Folge der Masseneinwanderung und der damit zusammenhängenden Kriminalitätswelle in Österreich“.

46,2 Prozent sind Österreicher
Im Jahr 2018 wurden etwa knapp 100 ausländische Straftäter in ihr Heimatland überstellt, um dort eine von einem österreichischen Gericht verhängte Haftstrafe abzusitzen. Laut Justizministerium waren mit Stichtag 1. September von insgesamt 9270 Insassen 46,2 Prozent österreichische Staatsbürger, 17,9 Prozent kamen aus dem EU-Ausland, 34,7 Prozent aus anderen Staaten. Bei 1,2 Prozent war die Staatsbürgerschaft unbekannt.

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