18.09.2019 18:02 |

„Juno“-Aufnahme

So sieht eine Sonnenfinsternis am Jupiter aus

Der Gasriese Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, wird von nicht weniger als 79 Monden umkreist. Zu den vier größten gehört Io, der in etwa so groß ist wie der Erdmond. Vergangene Woche hat die NASA auf einer ihrer Websites Aufnahmen einer Io-Sonnenfinsternis veröffentlicht, die sie mit ihrer Raumsonde „Juno“ gemacht hat.

Kevin M. Gill, Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde NASA, hat das von „Juno“ zur Erde gefunkte Rohmaterial bearbeitet und das beeindruckende Ergebnis auf Twitter und Flickr veröffentlicht. Die Bilder zeigen einen kreisrunden Fleck auf der Oberfläche des Jupiters. Anders als bei einer Sonnenfinsternis auf der Erde ist der an den Rändern nicht verschwommen, was der geringen Distanz zwischen dem Gasplaneten und seinem Mond Io geschuldet ist.

Größter Planet unseres Sonnensystems
Mit einem Durchmesser von rund 142.800 Kilometern ist Jupiter der mit Abstand größte und massereichste Planet unseres Sonnensystems. Er ist nach dem römischen Göttervater Jupiter benannt, zählt zu den Gasplaneten (auch als Gasriesen bezeichnet, Anm.), hat keine sichtbare feste Oberfläche, besitzt ein starkes Magnetfeld und benötigt für einen Umlauf um sein Zentralgestirn fast zwölf Jahre.

Umkreist wird er von 79 bekannten Monden, von denen Ganymed - er gehört zu den ersten vier Monden (in der Grafik lila eingezeichnet), die anno 1610 von Galileo Galilei entdeckt und nach den Geliebten des griechischen Gottes Zeus benannt wurden - mit einem Durchmesser von 5262 Kilometern der größte Mond im Sonnensystem ist.

Nach Sonne, Mond und Venus ist der Jupiter das hellste Objekt am Himmel. In seiner dichten, hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehenden Atmosphäre sind parallele Wolkenstreifen und Bänder zu erkennen sowie der auffällige Große Rote Fleck - der größte Wirbelsturm im Sonnensystem.

Sonde kreist seit Juli 2016 um den Jupiter
„Juno“ hatte den Planeten Jupiter im Juli 2016 nach fünf Jahren Flug erreicht. Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde, die etwa 3,5 Tonnen wiegt und so groß ist wie ein Basketballfeld, untersucht den Gasriesen mit zahlreichen Instrumenten. Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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