11.09.2019 15:45 |

Panne im KH Nord

Hunderte Mitarbeiter bekamen zu wenig Geld

Hunderte Mitarbeiter des Krankenhauses Nord in Wien wird es in den vergangenen drei Monaten beim Blick auf den Gehaltszettel gerissen haben. Denn: Sie bekamen plötzlich weniger Geld als bei ihren vorhergehenden Arbeitsplätzen. Der Grund: Dem Krankenanstaltenverbund (KAV) ist eine Panne bei den Zulagen passiert.

Die 2500 Mitarbeiter des Krankenhauses arbeiteten größtenteils zuvor in anderen Kliniken, deren Standorte aufgelöst wurden. In vielen dieser Häuser gab es diverse Zulagen, wie etwa Gefahren- oder Infektionszulagen. Einige dieser Mehrleistungen sind in der Klinik in Floridsdorf allerdings nicht mehr vorhanden. Damit Pfleger, Ärzte & Co. nicht durch die Finger schauen, gibt es Ausgleichszahlungen in gleicher Höhe - und die noch etwa fünf Jahre lang.

Aber: Durch eine Panne im KAV wurden diese Zulagen bei vielen nicht ausbezahlt. Informiert wurden die Verantwortlichen von der Gewerkschaft Younion, Hauptgruppe II. In einem Brief an die Generaldirektion heißt es: „Durch unsere Nachforschungen und Überprüfung der Situation haben wir festgestellt, dass über 35% der Bediensteten die ihnen zustehenden Nebengebühren, Zulagen sowie Überstunden bzw. Mehrstundenabgeltungen, die jeweils mit Monatsende fällig wurden, auf dem Gehaltskonto fehlen.“ Betroffen sind natürlich auch viele kleinere Gehälter.

KAV-Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb: „Es ist nicht akzeptabel, dass Mitarbeiter nicht das bezahlt bekommen, was ihnen zusteht. Beim Transfer einiger Mitarbeiter aus anderen KAV-Häusern ins Krankenhaus Nord sind offenbar Fehler in der Personalverrechnung passiert. Dafür entschuldige ich mich bei jedem und jeder Betroffenen.“ Die Gewerkschaft droht im Brief mit Klage.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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