Im Waldviertel

Borkenkäfer: Bauern fordern Bundesheer

Die Borkenkäfer-Debatte unter den Bauern im Waldviertel köchelt trotz aller Hilfsversprechungen seitens der Politik weiter. Zwar werden die Fördersätze zur Wiederaufforstung in Krisengebieten angehoben, doch wer die Arbeiten schlussendlich schaffen soll, ist fraglich - auch der Einsatz von Soldaten wird gefordert.

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Umweltministerium und Landwirtschaftskammer stocken die Fördermaßnahmen zur Wiederaufforstung, wie berichtet, auf: Ab Oktober soll nun die finanzielle Unterstützung der Pflege von neu gepflanzten Bäumen nach einer Borkenkäfer-bedingten Schlägerung oder einem Extremwetterereignis von zwei auf drei Euro pro Bäumchen erhöht werden. Die öffentliche Hand rechnete dadurch mit zusätzlich 20 Millionen €. Doch all das Geld löst das Problem der händischen Arbeit im Forst nicht, meinen betroffene Bauern im Waldviertel. Die Schwierigkeiten liegen im Detail. Nur wenige Wochen von Ende Oktober bis zum ersten Frost sind ideal, um die Pflanzen auszusetzen, doch Arbeiter sind kaum verfügbar und zudem sehr teuer. „Wir brauchen hier das Bundesheer, sonst bringen doch die ganzen Förderungen für die Aufforstung nichts“, meint ein Bauer aus dem Bezirk Horn.

Doch selbst die Landwirtschaftskammer reagiert auf den Vorstoß der Forstbesitzer eher zurückhaltend. „Die betroffenen Waldstücke sind noch immer im privaten Eigentum und kein öffentliches Gut“, meint ein hochrangiger Funktionär im Gespräch mit der „Krone“. Die Lage bleibt also weiterhin verzwickt, und es hakt an allen Ecken und Enden. Indes herrscht aber in St. Pölten noch laue Sommerstimmung in der Agrar- und Forstpolitik, so Kritiker aus dem hohen Norden.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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