04.07.2004 19:14 |

Wimbledon

"Rasen-König" Federer verteidigt Titel

Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks hat "Rasen-König" Roger Federer seinen Titel verteidigt. Im Zitterspiel der Topgesetzten gegen den Amerikaner Andy Roddick feierte der verschnupfte Schweizer einen 4:6, 7:5, 7:6 (7:3), 6:4-Erfolg und festigte mit seinen 24. Rasen-Sieg in Serie seine Dominanz.
In 2:30 Stunden hielt Federer den hochkonzentriertund mit der brachialen Gewalt des Aufschlag-Weltrekordlers zuWerke gehenden Roddick mit letzter Kraft und großer Müheauf Distanz. "Ich habe mich erkältet. Aber das darf in einemWimbledon-Finale keine Rolle spielen", sagte der Champion. Fürdie erste Titelverteidigung seit Pete Sampras im Jahre 2000 kassierteer ein Preisgeld von 900.000 Euro. Der wie im Halbfinale 2003und nun in sechs von sieben Vergleichen unterlegene Roddick bekamdie Hälfte, die ihn am US- Nationalfeiertag aber nicht überdie verpasste Sensation hinweg trösten konnte.
 
Kein leichtes Spiel gegen Roddick
So leicht es der schon mit dem siebenmaligen ChampionPete Sampras auf eine Stufe gestellte Top-Favorit Federer in dermit 6:2, 6:3, 7:6 (8:6) gewonnen Halbfinal-Hängepartie gegenMayer-Bezwinger Sebastien Grosjean aus Frankreich hatte, so kniffliggestaltete sich die finale Aufgabe gegen Roddick. Der Amerikanerwirkte sogar frischer, obwohl er beim 6:4, 4:6, 7:5, 7:5 gegenden Kroaten Mario Ancic ungleich länger und härter hattekämpfen müssen. "Aber wenn man im Finale steht, spieltdas keine Rolle", meinte der 21-Jährige.
 
Der US-Open-Sieger machte weiterhin gefährlichDruck. Doch die Dominanz des Weltranglisten-Ersten konnte er nichtbrechen. Für Federer war es nach den Australian Open derzwei Grand-Slam-Sieg des Jahres und der dritte insgesamt. So vielGlück benötigte er freilich noch nie.
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