Wenn in Klagenfurt heikle Entscheidungen anstehen, hapert’s offenbar mit Information. Jüngster Fall: Der Stadtsenat genehmigte einen 42 Meter hohen 5G-Handymast in der Siedlung „Sunshine“ in Emmersdorf. Jetzt heißt es: „Wir hatten gar nicht alle Infos!“
Stadtvize Wolfgang Germ gibt zu: „Ja, alle haben dafür gestimmt. Keiner wusste aber, dass das Ding 42 Meter hoch wird und in der Siedlung steht.“ Einem Antrag zuzustimmen bedeute auch Vertrauen in den Referenten - in diesem Fall Stadtrat Markus Geiger.
Online-Petition gestartet
Die Sache scheint nicht ganz durchdacht: Die „Sunshine“-Siedlung wurde einst von der Stadt angepriesen. Jetzt entwertet man diese Grundstücke selbst. Die Anrainer sind entsetzt. Sie fürchten sich vor der 5G-Strahlung und haben eine Online-Petition gestartet.
Germ und Kollege Frank Frey: „Man hätte genau informieren müssen. Wir hätten nicht zugestimmt.“ Laut Stadtrat Markus Geiger sei der Sendemast nur ein „Nachfolger“ des bestehendes Masten. Dabei gibt’s gar keinen; nur eine 80-Zentimeter-Antenne auf einem Gasthaus
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.