13.08.2019 08:00 |

Beim Thema Verkehr:

Die Bürger in Oetz fühlen sich verschaukelt

An Absurdität kaum zu überbieten ist für die Oetzer Bürgerinitiative „Lebenswertes Ötz“, was derzeit im Ötztal bezüglich Verkehr läuft. Im Juni wurde eine Mobilitätsstrategie zur Reduktion des Straßenverkehrs präsentiert, die Experten prognostizieren in den Einreichunterlagen der Gletscherehe völlig Gegenteiliges.

Es ist die angestrebte Skischaukel, durch die sich die Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Ötz“ verschaukelt fühlt. Für die Mitglieder ist klar: Kommt der Gletscherzusammenschluss Ötztal-Pitztal, wäre das für den Verkehr im Ötztal die Krone der Unerträglichkeit.

Jetzt schon Überlastung
Die „bislang noch geheimen“ Einreichunterlagen der Gletscherehe sind für die besorgten Oetzer Bürger nicht geheim: Verkehrsexperten bestätigen darin, dass „das äußere Ötztal im Ist-Zustand über der Anwendungsgrenze liegt“, also jetzt schon überlastet ist. Nachzulesen auf der Webseite der Bürgerinitiative (www.dynamoetz.at).

„Blöd ist, wenn eine Studie genau das Gegenteil von dem erzählt, was man vorher selbst groß in die Welt hinausposaunt hat“, ortet Alexander Wolf von der BI eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was versprochen wird und dem, was die Zukunft realistisch bringen wird. Im Juni wurde nämlich von Tourismusverband und Bergbahnen die Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030“ präsentiert. In zehn Jahren wolle man den Talverkehr um 30 Prozent verringern. Wolf: „Jeder weiß, dass dies absurd ist. Bettenanzahl und Bevölkerung steigen, natürlich wird der Verkehr zunehmen.“ Das Land Tirol spreche in seinen Prognosen davon, dass die Zunahme bis 2030 rund 30 Prozent ausmachen werde.

23 Prozent Steigerung
In den Einreichunterlagen zur Gletscherehe rechnen unabhängige Experten eine Steigerung um 23 Prozent hoch – ohne Zusammenschluss! „Zwischen einer vorgegaukelten Reduktion von 30 % und einer Zunahme um 30% (23%), hat eine Menge Platz“, heißt es seitens der Bürgerinitiative. Dabei hätten beide „Studien“ aber sogar den selben Auftraggeber, nämlich die Bergbahnen.

Hubert Daum, Kronen Zeitung

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