Am helllichten Tag

Lazios Ultras-Boss in Römer Park hingerichtet

Der Anführer der Lazio-Ultras ist am Mittwoch am helllichten Tag in Rom erschossen worden. Der 53-jährige Fabrizio Piscitelli stand in den vergangenen Jahren des Öfteren im Visier von Drogenfahndern.

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Piscitelli führte die berüchtigten „Irriducibili“ des italienischen Erstligisten an. Sie sind die führende Ultra-Gruppe der Curva Nord im Römer Olympiastadion, das sich Lazio mit dem Stadtrivalen AS Roma teilt. Die politisch extrem rechts orientierte Gruppe machte in der Vergangenheit immer wieder negativ auf sich aufmerksam.

2017 stimmten die anwesenden Lazio-Ultras während einer Anne-Frank-Lesung zum Gedenken der Opfer des Holocaust vor Spielbeginn faschistische Gesänge an. Im vergangenen August sorgte ein sexistischer Flyer im Stadion für internationale Aufregung. Darin wurden weibliche Lazio-Fans dazu aufgefordert, in der Curva Nord nicht in den ersten zehn Reihen zu stehen.

Piscitelli, der im Laufe seines Lebens ein beachtliches Vermögen angehäuft hatte und als eine Schlüsselfigur der kriminellen Unterwelt Roms galt, wurde immer wieder mit Drogenhandel in Verbindung gesetzt und soll zuletzt unter Hausarrest gestanden sein. Berichten zufolge dürfte eine rivalisierende Bande für den Anschlag verantwortlich sein. Der 53-Jährige wurde in einem Park der italienischen Hauptstadt mit einem gezielten Kopfschuss regelrecht hingerichtet.

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