06.08.2019 07:00 |

Im Stiefingtal:

Bauern nehmen Kampf gegen Klimawandel auf

Das Stiefingtal ist eine Vorzeigeregion im Umweltschutz und setzt immer wieder Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Nun haben sich acht Bauern zusammengeschlossen, ein neues Projekt umgesetzt und bereits weitere Maßnahmen geplant. Wir waren bei einem Lokalaugenschein vor Ort.

„Klimafit-Bauern Stiefingtal“ nennt sich die engagierte Gruppe von acht Landwirten, die sich für die nächsten Generationen verantwortlich fühlt. Als erste Initiative wurde der Ankauf einer Scheibenegge getätigt, um technische Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität zu setzen.

Was das Gerät bringen soll? Sprecher Helmut Rumpf: „Im Frühjahr wird es für begrünte Felder verwendet, aber auch, um abfrostende Kulturen einzuarbeiten. Dabei bleiben Strohteile an der Oberfläche, die den Boden vor Erosion schützen.“

Im Sommer ist angedacht, den Stoppelsturz nach dem Erntedrusch durchzuführen. „Um Verdunstung zu verhindern. Zugleich wird aufgelaufenes Unkraut mechanisch verdrängt. Im Herbst und Winter können Ernterückstände eingearbeitet werden, um eine Vorverrottung zu fördern. Diese Maßnahme bringt auch Vorteile für den Humus-Aufbau.“

Der Älteste im Bunde, Franz Hofstätter, freut sich über den Zusammenschluss: „So können wir uns auch in der Anwendung austauschen. Und weitere Projekte werden folgen.“

Schauversuchsfeld wurde angelegt

Hannes Obendrauf ist auch Teil der Gruppe. Der Landwirt aus St. Georgen beschäftigt sich seit Jahren mit Boden- und Erosionsschutz. Sein Ziel: die für das Stiefingtal am besten geeigneten Pflanzen zur Begrünung von Feldern zu finden. Unterstützung kommt von Stefan Neubauer, Experte der Landwirtschaftskammer. Gemeinsam legten sie ein Schauversuchsfeld an. Hier werden unterschiedliche Samen, Sonnenblumen, Erbsen und Wicken eingesetzt. Im Frühling wurden die Pflanzen in die Erde eingearbeitet, wodurch eine Humus-Schicht entstand. Nun nimmt der Boden ein Vielfaches an Wasser die auf. Isabella Kolb-Stögerer, die Leiterin des Projekts „KLAR!-Stiefingtal“, erklärt: „Trockenheit und Bodenerosion nehmen durch die Wetterextreme weiter stark zu. Dank unserer Maßnahmen sind die Böden robuster und gerüstet für den Klimawandel.“

Michael Jakl
Michael Jakl

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