23.07.2019 18:13 |

6,5 Mio. Tagesgäste

„Ja, es reicht“: Bitte nicht noch mehr Touristen

Rund 6,5 Millionen Tagesgäste kommen jährlich in die Salzburger Altstadt. Die Touristenströme überfordern Bewohner und Infrastruktur. Bürgermeister Harald Preuner sagt: „Ja, es reicht! – und verspricht Gegenmaßnahmen: Eine private Firma kontrolliert die Urlauber-Busse, ihre Zahl soll weiter gesenkt werden.

29,3 Millionen Gäste haben das Land Salzburg 2018 besucht, die Stimmung ist angesichts der Touristen-Lawine vielerorts gekippt. Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner: „Wir brauchen nicht noch mehr Gäste, sondern sollten die Besucher zu einer längeren Verweildauer bewegen.“

Altstadt-Bewohner wurden Montag beim Stadt-Chef vorstellig, der einräumte: „Auch auf den Altstadt-Plätzen gab es zuletzt zu viel Wirbel, das werden wir einschränken.“

Vier Millionen Euro gibt die Stadt jährlich für Tourismus-Werbung aus, etwa noch einmal soviel das Land über die SLT. Die Salzburg-Land-Tourismus formuliert ihr Ziel klar: „Wir wollen immer mehr Menschen von einem Urlaub im Salzburger Land begeistern.“ Die SLT betreibt eine intensive Salzburg-Vermarktung in 15 großen Ländern. Werbung – wozu, wenn der Plafond längst erreicht ist?

Übernachtungszahlen steigen seit 15 Jahren
Die Übernachtungszahlen sind in den letzten 15 Jahren kontinuierlich gestiegen, jedes Almwegerl und 1800 Hütten werden den Gästen schmackhaft gemacht, oft genug gibt es einen erbitterten Streit zwischen Waldbesitzer und Mountainbike-Freaks, die glauben, dass die Natur ausschließlich ihnen gehört.

Selbst das Biken wird vom Land gefördert: Mit maximal 11 Cent pro Laufmeter auf den Forstwegen.

Inez Reichl spricht für die Fremdenführer: „Wir machen unsere Arbeit gerne, aber auch wir stoßen in der Stadt an unsere Grenzen.“

Trampelpfade der Gäste nerven Einheimische
Die Reisebüros drängen auf große Gruppen bis 40 Teilnehmer (weil das billiger ist) und die Gäste wollen die Trampelpfade nicht verlassen. Dabei gäbe es so viele Sehenswürdigkeiten, die nahezu unbeachtet sind: „Die Steingasse oder die Stadtberge und die Katakomben“, so Inez Reichl. Bürgermeister Harald Preuner verspricht Verbesserungen.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber

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